„Gelbe Invasion” auf der Rur dient nur dem guten Zweck

Von: Christoph Hahn
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Die Sponsoren-Enten (von links) von Bürgermeister Paul Larue, der Firma Baustoffe Breuer und des Arztes Prof. Dr. Dietrich Gulba zu sehen. Foto: Foto: Hahn

Düren. Gelb in Gelb, dicht an dicht: Zumindest zwischen Dr.-Overhues-Allee und der Johannesbrücke sah die Rur in Düren am Samstag anders aus als sonst.

Plastikenten, 220 große und mehr als 3500 kleine waren es, die der Förderverein des Lions-Clubs Düren-Rurstadt in zwei Läufen auf die kurze Reise schickte - nicht aus eigener Anstrengung, sondern mit Unterstützung einer ganzen Heerschar von Sponsoren. Mindestens 100 Euro kostete ein großes Gummitier, genau fünf Euro ein kleines.

Das ließen sich viele Wohltäter nicht zwei Mal sagen. Weitere Spenden kamen hinzu. So freuten sich die Organisatoren um den Lions-Vizepräsidenten Richard Müllejans und seine Mitstreiter schon vor dem Start: Rund 40.000 Euro kamen für die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit” zusammen.

Ein Benefiz-Ereignis war das Entenrennen, das inzwischen dritte, allemal - und das aus zwei Gründen: Erstens, weil jedem Sponsor als Lohn der guten Tat die Aussicht auf attraktive Preise winkte, zweitens, weil der Lions-Vize sowie seine und Mitstreiter in den weißen Club-Hemden, darunter Präsidentin Doris Hövelmann, sich bis kurz vor dem Start mühten, auch noch das letzten Entchen an den Mann und die Frau zu bringen. Dessen ungeachtet erwies sich das Rennen auch als Medien- und Massenereignis: Ein Team des Westdeutschen Rundfunks verfolgte den Weg der Entchen - zu Wasser und mit Anglerhosen. Für den geordneten Ablauf sorgten derweil die Mannen von der Löschgruppe Derichsweiler der Feuerwehr: Mit ineinander verschraubten Schläuchen steckten sie den Parcours ab.

Quietscheentchen kommen ins Schwimmen, Menschen in Bewegung: So herrschte auf der Brücke und zu beiden Seiten des Ufers kurz vor dem Start ein Gedränge fast wie auf der nahen Annakirmes. Die Menge machte sich schließlich einen Spaß daraus, die Tierchen - manche von ihnen trieben schon lange kieloben gekentert im Wasser, manche zogen aufrecht ihre Bahn - regelrecht ins Ziel zu brüllen. Entenrennen - das ist so etwas wie ein lokaler Volkssport. Service musste auch bei dieser Gelegenheit sein. Darum betätigten sich zwei Lions-Mitglieder als Kommentatoren: Richard Müllejans und Peter Zündorf hielten die Zuschauer stets auf dem Laufenden, ganz ohne Stress und immer vergnüglich. Dass für sie das Entenrennen einer Herzensangelegenheit gleichkommt, zeigte das Duo von der Gurgel bis zur Brust: Beide hatten sich eine Krawatte umgebunden, die von oben bis unten mit kleinen gelben Enten bedruckt war.

In der Sponsorenklasse konnten die ersten drei Ränge für sich beanspruchen: Firma Baustoffe Breuer, Professor Dietrich Gulba, und Bürgermeister Paul Larue. Bei den kleinen Enten landeten auf den Plätzen 1 bis 3: die Losnummern 2046, 1086, und 0906.
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