Düren/Kerpen - „Geisterhunde“ auf der A4: Lange Staus am Morgen

„Geisterhunde“ auf der A4: Lange Staus am Morgen

Von: Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
symbol hund Foto Sven Hoppe/dpa
Wer würde nicht für solche Augen bremsen? Ungezählte Autofahrer mussten am Mittwochmorgen ihre Tierliebe auf der A4 unter Beweis stellen. Symbolfoto: dpa

Düren/Kerpen. Zwei ausgebüchste Hunde auf der Autobahn 4 haben am Morgen Polizei und Feuerwehr mehr als zwei Stunden lang in Atem gehalten. Zwischen Kerpen-Buir und Düren staute sich der Verkehr in beiden Richtungen bis zu sechs Kilometer weit; Tausende Autofahrer dürften betroffen gewesen sein. Immerhin ging der Einsatz halbwegs gut zu Ende.

Um 8.16 Uhr ging die Meldung bei der zuständigen Autobahnpolizei Köln ein: Zwei freilaufende Hunde streunten über den Seitenstreifen der Autobahn in Fahrtrichtung Köln - und das laut Polizeisprecherin auch noch entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, also als „Geisterhunde“.

Da die Vierbeiner nicht nur bei einem direkten Zusammenstoß mit einem Fahrzeug eine große Gefahr darstellen, sondern auch heftige Ausweichbewegungen von Autofahrern auslösen können, machte sich ein spezielles Tierrettungsteam der Feuerwehr auf den Weg.

Die Autobahn musste auf Höhe des Parkplatzes Düppenter in Fahrtrichtung Köln gesperrt werden. Der Verkehr wurde über den Rastplatz geleitet. In Gegenrichtung mussten die Fahrzeuge in Richtung Aachen auf Schritttempo herunterbremsen. Im morgendlichen Berufsverkehr bildeten sich umgehend Staus in beiden Richtungen, die schließlich auf bis zu sechs Kilometer Länge anwuchsen.

Die Hunde indes dankten den Zweibeinern all ihre Mühe wenig. Hund Nummer Eins ließ sich mehr als eine Stunde lang bitten, bis er schließlich um 9.27 Uhr sicher hinter Gittern saß. Nummer zwei flüchtete über den Seitenstreifen, verließ die Autobahn unvorschriftsmäßig auf offener Strecke und geriet gegen 9.55 Uhr im angrenzenden Wald außer Sicht.

Um 10.21 Uhr blieb den Rettern nichts anderes übrig, als den Einsatz abzublasen. Die Autobahn wurde wieder freigegeben. Wem die Tiere gehören, war zunächst ebensowenig in Erfahrung zu bringen wie ihre genaue Rasse oder ihr ursprüngliches Reiseziel.

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