Düren - Geht Lendersdorf bei Kunstrasenplätzen wieder leer aus?

Geht Lendersdorf bei Kunstrasenplätzen wieder leer aus?

Von: Jörg Abels
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Die 77er fordern seit Jahren einen Kunstrasen. Ihr Aschenplatz ist in einem desolaten Zustand. Foto: ja

Düren. Jeweils 250.000 Euro stehen auch im städtischen Doppelhaushalt 2018/19 zur Verfügung, um zwei weiteren Fußballvereinen den Bau von je einem Kunstrasenplatz zu ermöglichen. Vier Vereine haben ihren Hut in den Ring geworfen.

Dabei hat der 1. FC Düren die besten Karten, auch wenn die beiden Ursprungsvereine FC Niederau und GFC Düren 99 bereits in der Vergangenheit in den Genuss städtischer Kunstrasenzuschüsse gekommen sind. Nicht nur, dass der Fusionsclub mit seinen beiden Vizepräsidenten, SPD-Fraktionschef Henner Schmidt und dem Dürener CDU-Vorsitzenden Thomas Floßdorf, gewichtige Fürsprecher in Reihen der Politik hat, er liegt auch bei den Vergabekriterien (Anzahl der Teams, Erfolge der Vereine, Ligazugehörigkeit) mit großem Abstand vorne.

Das künftige Jugendleistungszentrum des 1. FCD in Niederau soll daher im Idealfall einen zweiten vollwertigen Kunstrasenplatz mit Flutlicht erhalten. Dieser soll nicht – wie geplant – auf den bisherigen Tennisplätzen gebaut werden, sondern neben dem bestehenden Kunstrasen auf dem Areal der Asphalt- und Eisstockbahn, die dann verlegt werden müsste.

Wer aber erhält den zweiten Zuschuss? „Wir müssen auf jeden Fall eine Lösung für Düren 77 finden“, betont Henner Schmidt. „Dort stehen wir im Wort.“ Der von den 77ern am Burgau-Gymnasium seit fast vier Jahrzehnten genutzte Aschenplatz ist in einem miserablen Zustand: im Sommer eine Betonwüste, im Winter ein Schlammteppich. Der „Ampel“ wäre am liebsten, man könnte für die 77er eine Lösung am Holzbendenpark finden, wo im Zuge des Hallenbad-Neubaus ein neuer Sportplatz für das Stiftische Gymnasium errichtet werden muss.

Allerdings hat die Bezirksregierung Köln signalisiert, Zuschüsse des Landes NRW, das 50 Prozent der Betriebskosten des „Stift“ trägt, würden nur für eine reine Schulsportanlage fließen. Wenn es dabei bliebe, betont Schmidt, werde die „Ampel“ für eine Ertüchtigung des 77er Aschenplatzes plädieren, der dann auch von den drei angrenzenden Schulen genutzt werden soll. Allerdings will die „Ampel“ erst das endgültige Votum aus Köln für den Holzbendenpark abwarten. Eine Beratung des Themas im Sportausschuss wurde daher abgesetzt.

Bei diesem Szenario würde neben dem Türkischen SV erneut die Lendersdorfer Alemannia den Kürzeren ziehen, die seit 2014 immer wieder von der „Ampel“ eine Absage erhält.

Daher hat sich die CDU-Fraktion einstimmig dafür ausgesprochen, 2018/19 nicht zwei, sondern drei Kunstrasenplätze zu subventionieren: Niederau, Düren 77 und Lendersdorf. Der notwendige Spielraum im städtischen Haushalt sei vorhanden, betont CDU-Fraktionschef Stefan Weschke.

 

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