Geflüchteter auf Europareise durch die eigene Vergangenheit

Letzte Aktualisierung:
15377045.jpg
Rolf Udo Zelmanowicz (Mitte) mit Ludger Dowe (2.v.r.) und Bernd Hahne (2.v.l.) von der Geschichtswerkstatt. Rechts der älteste Sohn Max, links Dr. Edison Capp, ein enger Freund der Familie. Foto: Bursinsky/Stadtmuseum

Düren. Eine spektakuläre Flucht führte Rolf Udo Zelmanowicz, seine Eltern und den Bruder vor mehr als 75 Jahren über Belgien nach Brasilien. Nun hat der 86-Jährige im Rahmen einer Europareise seinen Geburtsort Düren besucht.

Hier fühlte sich die Familie in den 1930er Jahren nicht sicher, weil der Vater, bis er bei seiner Hochzeit 1927 katholisch getauft wurde, Jude war. In den Augen der Nazis blieb er ein Jude, seine Söhne wurden als Halbjuden angesehen und fielen unter die Nürnberger Rassegesetze. Im Süden Brasiliens, in Porto Alegre, baute sich die Familie deshalb ein neues Leben auf.

Mit dem ältesten seiner vier Kinder besuchte er nun das Dürener Stadtmuseum. Dort wurde er von Ludger Dowe und Bernd Hahne von der Dürener Geschichtswerkstatt empfangen. Bei einem kurzen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung des Stadtmuseums hatte es Zelmanowicz besonders ein alter Stadtplan angetan, auf dem er mit sichtlichem Vergnügen seine alten Wohnorte und seinen Heimweg von der Südschule nachging.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert