Gedenktag für Verkehrsopfer

Von: Bruno Elberfeld
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Tenor Mario Andretti sang auf
Tenor Mario Andretti sang auf Schloss Nörvenich bekannte italienische Lieder. Begleitet am Piano wurde er von Sebastian Palz. Foto: bel

Nörvenich. Die Tische festlich geschmückt, Tafelsilber und Gläser gekonnt gedeckt für: das Benefizkonzert auf Schloss Nörvenich zugunsten von Divo. Seit drei Jahren ist der Dürener Anwalt Hans Buschbell Vorsitzender dieses gemeinnützigen Vereins.

„Divo ist nichts anderes als die Abkürzung für Deutsche Interessengemeinschaft für Verkehrsunfallopfer”, erklärte Buschbell. Der Vorgängerverein hieß „Dignitas”, vielen Menschen noch eher im Gedächtnis. Der Sitz von Divo ist in Köln, die Geschäftsstelle in Düren.

Divo hatte zum Benefizkonzert eingeladen, und viele Gäste waren erschienen, um sich an edlen Speisen und Getränken, an dem Ambiente des Schlosses und an der gefälligen Musik gütlich zu tun. Tenor Mario Andretti, in die Garderobe eines Heldentenors gewandet, sang Lieder, meist bekannte Ohrwürmer, so „in Richtung Pavarotti”, verriet er schon vor Beginn des Konzerts mit „O sole mio” und „Nessun dorma”. Begleitet wurde der Sänger von Pianist und Kirchenmusiker Sebastian Palz.

Hans Buschbell legte seine Pläne mit und für Divo dar. Demnach wird bundesweit eine breitere Basis mit Stützpunkten geschaffen. Divo müsse bekannter und damit auch effizienter werden, meinte der Divo-Vorsitzende. „Es ist auch ein bundesweiter Gedenktag angeregt”, wagte der Parlamentarische Staatssekretär, Thomas Rachel, einen Blick in die Zukunft, „der uns einmal im Jahr innehalten lässt angesichts von über 4000 Verkehrstoten, 68.000 Schwerverletzten und 300.000 Leichtverletzten.”

Im Blick habe die Bundesregierung, sagte Rachel weiter, viele Maßnahmen wie Helmpflicht bei Fahrradfahrern, Überholstreifen an Landstraßen, Anlegen von weiteren Fahrradwegen, Rüttelstreifen als Begrenzungsstreifen an Autobahnen, wie sie in einigen Nachbarländern schon seit Jahren vorhanden sind. Rachel will sich dafür einsetzen, dass die Bundesregierung in ihrem Sicherheitsprogramm eine qualifizierte Hilfe anbietet, damit sich die Zahl von täglich elf Toten im Straßenverkehr vermindere.

Buschbell erinnerte daran, dass viele Verkehrsopfer nicht mehr in der gewohnten Weise am Leben teilnehmen könnten. Sie brauchten medizinische, soziale und oft auch psychische Unterstützung. Und dafür setze sich Divo ein. „Wir wollen”, forderte der Divo-Vorsitzende, „nachhaltige Hilfe für die Opfer des Verkehrs und für ihre Angehörigen.”

Zurzeit hat Divo in Deutschland 500 Mitglieder. Das sollen mehr werden. Interessenten können sich unter zwei E-Mail-Adressen informieren: info@divo.de oder Marion.Christ@Buschbell.de.
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