Geborgenheit und Liebe: Südtiroler Spatzen machen Fans glücklich

Von: Bruno Elberfeld
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Sie besingen eine noch heile Welt: Die Kastelruther Spatzen beglückten 2200 Menschen in der Arena Kreis Düren. Foto: B. Elberfeld

Düren. Die Parkplätze um die Arena Kreis Düren waren schon um 18 Uhr nahezu besetzt. Verkehrschaos wie zu Hochzeiten der Annakirmes. Doch die Menschen, die in einer langen Prozession dem Veranstaltungsort entgegenströmten, konnte nichts aus der Ruhe bringen, denn die „Kastelruther Spatzen” traten am Freitag Abend in der Arena Kreis Düren auf, Garanten für Ruhe und Ordnung.

Die Autokennzeichen verrieten, dass dieses Konzert von einem internationalen Publikum besucht wurde. Neben Autos aus dem gesamten Einzugsgebiet standen da auch viele mit belgischen und holländischen Kennzeichen.

In der vierten Reihe links von der Bühne sitzt ein Ehepaar, Mitte Siebzig, mit erwartungsfrohen Augen. „Unsere Kinder haben uns die Karten zur Goldhochzeit geschenkt!”, strahlt die Frau. Die Kinder haben offenbar die richtige Wahl getroffen.

Wenn die Kastelruther Spatzen in der Nähe gastieren, dann scheuen sie keine Mühen und fahren dahin, teilen sie mit. Die 14-jährige Daniela G. ist mit Mutter und anderen Verwandten angereist. Ob das ihre Musik sei, wird sie gefragt. „Ich höre die ganz gern!”

Die Gründe: „Ich mag die Texte und die Musik.” Eine Antwort, die so oder ähnlich alle Befragten gaben. Daniela mag im Übrigen auch die Musik der Höhner aus Köln. In ihrer Altersgruppe ist sie in der Arena so ziemlich allein. Meist ältere Menschen haben den Weg zu den Spatzen gefunden.

Dann geht es los: Dunkelheit, auf drei großen Leinwänden erscheint unter dramatischer Musik die Weltkugel, die Kamera fängt Europa ein, Italien und wandert schließlich nach Südtirol, Kastelruth.

Viele Gäste waren schon mal da, kennen zumindest die Gegend von Bildern, verbinden Musik und Texte mit der klaren Luft der Berge, dem gemütlichen Beisammensein in der Gaststube und einem guten Urlaubströpfchen.

Die Texte sind verständlich und handeln von Liebe, geheimnisvollen Bergen und betörenden Düften. In recht gleichmäßigem Rhythmus tragen die sieben Spatzen auf der Bühne eingängige Melodien vor. „Mädchen aus dem Grödnertal, küss mich bitte noch einmal!” Wer kann da widerstehen?

Am Ende kann Sänger Norbert Rier wohl einen Blumenladen aufmachen. Viele Frauen schenken ihm Blumensträuße. Die Stimmung ist überwältigend. Auf den Gesichtern der Menschen steht Zufriedenheit und Glück, Erholung pur in unserer hektischen Betriebsamkeit.
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