Kreuzau - Geben und Nehmen zwischen Verwaltung und Vereinen

Geben und Nehmen zwischen Verwaltung und Vereinen

Von: han
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Kreuzau. Der Durchblick fehlte einigen Mitgliedern des Hauptausschusses der Gemeinde Kreuzau, als über einen neuen Lösungsvorschlag der Verwaltung in Sachen „Pflegekosten für gemeindeeigene Sportanlagen” diskutiert wurde.

Vor einigen Wochen hatte der Rat nach mehreren Abstimmungen die Erhöhung auf 55.000 Euro abgelehnt. Die Verwaltung hatte aber aus den damaligen Diskussionen entnommen, dass die Mehrheit der Ratsmitglieder eigentlich doch lieber einer Erhöhung zugestimmt hätte. Sie legte deshalb jetzt einen neuen Lösungsvorschlag auf den Tisch, der von Astrid Hohn (Bündnis90/Die Grünen) als „kryptisch” empfunden wurde und auch anderen Ausschussmitgliedern unklar war.

Zwei Schritte schlug die Verwaltung vor, die unter die Rubrik „Geben und Nehmen” einzuordnen sind. Grundsätzlich wird die Gesamtsumme des Pflegekostenaufwandes gemäß der Berechnung des Gemeindesportverbandes auf rund 55.000 Euro erhöht mit einer linearen Anpassung für alle gemeindeeigenen Sportplätze. Für Bürgermeister Walter Ramm ist dieses Ergebnis, das im Rahmen eines interfraktionellen Gespräches, an dem auch der Gemeindesportverband teilnahm, ein deutliches Zeichen, etwas für die Sportvereine zu tun. Diesen Teil der Übereinkunft nannte er den „sportlichen Beschlussvorschlag”.

Im zweiten Teil, der „politischen Beschlussvorlage”, wurde der Status der Sportplätze modifiziert. Im Klartext bedeutet dies, dass die Pflegekosten für die Plätze in Bogheim, Leversbach und Obermaubach wieder auf den bisherigen Betrag zurückgesetzt werden, da der „grüne Rasen” in diesen Orten nicht für den Ligaspielbetrieb genutzt wird. Abstriche gibt es auch in Boich und Thum, wo die Trainings- und Nebenflächen aus der Berechnung herausgenommen wurden. Aufatmen hingegen vielleicht in Üdingen: Der bisherige Zuschuss für die Pflege des Sportplatzes soll pauschal um zehn Prozent erhöht werden. Die Erhöhung für Drove, Kreuzau, Stockheim und Winden liegt bei mindestens 26 Prozent.

Der Wermutstropfen für alle Vereine: Die eingesparten Beträge sollen nicht aufgeteilt, sondern von der Gesamtsumme wieder abgezogen werden. Unter dem Strich werden damit rund 49.800 Euro an die Vereine zur Pflege der Sportplätze ausgezahlt. Die Mehrheit im Ausschuss empfahl dem Rat bei vier Gegenstimmen, den von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg mitzugehen.
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