Ganz nah dran am Kunstwerk Udo Lindenberg

Von: Jana Peterhoff
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Sonderzug nach Düren, die „Panikpräsidenten“ und Lindenberg-Bassist Steffi Stephan rocken die Dürener Endart-Kulturfabrik. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Egal ob „Odyssee“, „Boogie Woogie Mädchen“, „Cello“ „Horizont“, oder „Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr“, sie könnten alles aus Stücke dem unerschöpflichen Repertoire des Panik-Meisters Udo Lindenberg spielen. Und singen. Und dabei gut aussehen.

Die Pflicht-Zigarre, lange Haare unter dem schwarzen Hut, eine dicke schwarze Sonnenbrille verdeckt ein grimmiges Gesicht, Anzug. Die Wiedererkennungsmerkmale des Kunstwerks Udo Lindenberg waren auch hinter dem Bühnen- und Zigarrenrauch nicht weniger auffällig als beim Original. Die beliebten Lindenberg-Hits der vergangenen vier Jahrzehnte hatten die Dürener „Panikpräsidenten“ drauf. Von der schmalen Silhouette über die Stimme bis hin zu der Gestik und Mimik, die den echten Udo ausmachen. Detlef Kornath gestand: „Ich bin so gut, dass ich selber kurz davor war zu denken: Yea, ich bin es!“ Dann aber stellte er fest, dass seine Socken doch nicht grün waren. Also doch nicht Udo Lindenberg. Aber fast.

Die Dürener in der Endart-Kulturfabrik hatten kein Problem mit dem „fast“. Sie genossen sichtbar das Konzert, das die „Panikpräsidenten“ mit Udo Lindenbergs Original-Bassisten Steffi Stephan spielten. Aus Solidarität zu der Dürener Band stand das Gründungsmitglied des Panikorchesters mit auf der Bühne.

Und das nicht zum ersten Mal. Bereits 2014 spielten die „Panikpräsidenten“ mit Steffi Stephan bei den Dürener Jazztagen vor 2000 Menschen auf dem Kaiserplatz. „Es ist unheimlich schön, wenn die Kompositionen, die Poetik und die Bilder, die diese Lieder erzeugen, von den Menschen geschätzt werden“, sagte der Gast-Bassist, der an diesem Abend ausnahmsweise zur Gitarre griff.

Und noch etwas sagte er. Weil die Dürener gefühlvoll und mit viel Mühe und Liebe spielen, deshalb sei er dabei. Etwa fünf oder sechs Bands deutschlandweit stehen vor Publikum mit Udos Songs. Für die Originalband ist das eine Ehre, ein sehr großes Kompliment. Die Großen in der Branche freuen sich, wenn sie nachgeahmt werden.

Und wirklich gelang es den Jungs von der Dürener Tribute to Udo Lindenberg Band „Panikpräsidenten“ – Detlef Kornath (in der Udo Lindenberg-Rolle), dem Drummer Willy Rövenich, Volker Pütz (Gitarre), Hans Peter Herkenhöhner am Piano und den Keyboards sowie Willy Rövenich (Schlagzeug) und Kaya Erdem (Bass) – tatsächlich, den typischen Paniksound des Panikorchesters wiederzugeben. Sie konnten die Stimmung aufheizen und sie bis zum Schluss hochhalten.

„The Stitchmachines“ hatten vorher mit bekannten englischen und deutschen Coversongs die Bühne gerockt und für Power gesorgt. Die Jungs Christian Linzenich (Drums), Christoph Polis (Gitarre), Robin Grubusch (Gitarre), Nicolas Freches (Bass) und John Lee Schmitz (Vocals) feierten in dieser Besetzung ihre Premiere auf der Bühne. Eine gelungene Premiere, hoffentlich mit Fortsetzung.

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