Merzenich - Fußgängercheck: Viele kleine Hürden auf den Wegen

Fußgängercheck: Viele kleine Hürden auf den Wegen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Die provisorische Verkehrsberuhigungsanlage am der Burgstraße soll ausgebaut und der Gehweg abgesenkt werden. Die Rampe und der schmale Wendekreis auf dem Gehweg haben sich als nicht rollstuhlfahrertauglich erwiesen.

Merzenich. Stadtteile von Brühl, Köln und Bonn haben beim Fußgängercheck des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden“ teilgenommen – und für den Kreis Düren Merzenich. Bei zwei Begehungsterminen im vergangenen Jahr haben Senioren und gehbehinderte Menschen die Fußgängerwege im Zentralort genau unter die Lupe genommen und Handlungsbedarf festgestellt.

An vielen Stellen fehlen Bordsteinabsenkungen, an anderen versperren Äste von Bäumen und Hecken den Weg, anderenorts sind Falschparker das große Problem. Am Nebeneingang zum neuen Friedhof stören Schlaglöcher, einen steigungsarmen Weg zur S-Bahn gibt es nicht. Diese und weitere Ergebnisse hat Ordnungsamtsleiter Hans-Willi Weingartz nun vorgestellt.

„Es geht darum, die Wege im Ort so zu gestalten, dass sie für ältere und gehbehinderte Menschen besser zu bewältigen sind“, erläuterte Bürgermeister Peter Harzheim. Elke Ricken-Melchert, Amtsleiterin beim Kreis Düren, betonte, dass es darum gehe, dass Senioren sich auf ihren Wegen sicherer fühlen solle. „Es sind schon einige Maßnahmen umgesetzt, weitere werden folgen“, sagte Harzheim. Die Senioren sollen nun mit dem Seniorenbeauftragten eine Prioritätenliste erarbeiten.

Senioren-Bus-Training

Was den steigungsarmen Weg zur S-Bahn-Station anbelangt, führt der Verkehrsverbund Rhein-Sieg Gespräche mit der Deutschen Bahn. „Für die Stellen, an denen Stufen oder starke Steigungen Höhenunterschiede im Ort ausgleichen, gibt es leider kaum Lösungsmöglichkeiten“, sagte Weingartz. Für den Poolplatz hingegen, an dem die Gehwege extrem schmal sind, gibt es Ideen: Der Straßenraum könnte verengt werden und so Raum für Fußgänger geschaffen werden. Die Rampe an der Burgstraße hat sich laut Weingartz als nicht rollstuhlfahrertauglich erwiesen. Eine Absenkung könnte dort hilfreich sein.

Finanziert werden könnten viele kleinere Maßnahmen aus Mitteln des Straßenausbauprogramms. Im Rahmen des Projektes stehen 4000 Euro zur Verfügung, die dafür eingesetzt werden sollen, dass die provisorische Verengung an der Burgstraße einer dauerhaften Lösung weicht.

Zudem sind ein Senioren-Bus-Training und eine Broschüre mit Tipps sowie ein Seniorenwegeplan geplant. Was die Falschparker anbelange, betonte Theo Jansen, Leiter der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Verkehrssichere Städte, dass es sich keinesfalls um Abzocke handele, sondern darum gehbehinderten und alten Menschen barrierefreie Wege freizuhalten. „Das sollte jeder bedenken, der sein Auto abstellt“, appellierte er. Die Senioren wünschen sich „stärkere Kontrollen“.

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