Düren - Fußball-Idol: Trauer um „Schorsch“ Stollenwerk

Fußball-Idol: Trauer um „Schorsch“ Stollenwerk

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
7637007.jpg
Im Alter von 83 Jahren verstorben: Georg Stollenwerk. Imago/Eduard Bopp
georg stollenwerk
Die deutschen Abwehrspieler Georg Stollenwerk (rechts vorn) und Herbert Ehrhardt (links) kämpfen mit dem österreichischen Gegenspieler Knoll (2.v.l.) am 19. November 1958 um den Ballbesitz. Archivfoto: dpa

Düren. Die Stadt Düren trauert um einen ihrer berühmtesten Söhne. In der Nacht zum 1. Mai ist Fußball-Idol Georg „Schorsch“ Stollenwerk im Alter von 83 Jahren verstorben. Die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki und die Fußball-WM 1958 in Schweden waren die Höhepunkte in der Laufbahn des 23-fachen A-Nationalspielers.

Stollenwerk, der in 286 Pflichtspielen zwischen 1953 und 1966 das Trikot des 1. FC Köln trug und dabei 47 Tore erzielte, avancierte schon als Spieler in seinem Heimatverein Düren 99 zum Nationalspieler. In dieser Zeit bestritt er vier A-, zwei B- und neun Amateurländerspiele, die ihm die Teilnahme an den olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki bescherten, bei denen das deutsche Team den vierten Platz belegte.

„Es war wunderbar, im Olympischen Dorf zu wohnen und so viele große Sportler kennengelernt zu haben“, sprach Stollenwerk noch kurz vor seinem 80. Geburtstag im Dezember 2010 im DZ-Interview von bleibenden Erinnerungen. Für Olympia hatte Stollenwerk 1952 noch auf einen Wechsel in die Domstadt und den damit verbundenen Status als Vertragsspieler verzichtet.

Damals durften sich nur lupenreine Amateure im Glanz der fünf Ringe sonnen. Der Wechsel zu den „Geißböcken“ folgte für den heimatverbundenen und bodenständigen Dürener, der neben dem Fußball eine kaufmännische Lehre absolvierte, 1953. Der damalige Bundestrainer Sepp Herberger hätte ihn lieber beim 1. FC Kaiserlautern gesehen und berücksichtigte ihn in der Folge fast drei Jahre nicht mehr für die Nationalelf. So blieb Stollenwerk die Krönung seiner Laufbahn, die Teilnahme an der WM 1954 mit dem späteren Titelgewinn der deutschen Elf versagt.

Sein Comeback in der A-Nationaltrikot (23 Einsätze) feierte der Dürener erst im Dezember 1955. Internationaler Höhepunkt seiner Karriere war die WM 1958 in Schweden, bei der der Dürener alle sechs Spiele bestritt. Mit dem FC wurde Stollenwerk fünfmal Westdeutscher Meister und gehörte in den Jahren 1962 und 1964, in denen die Kölner Deutscher Meister wurden, zum Kader.

1963 wurde er Ehrenmitglied der „Geißböcke“, bei denen er auch seine Trainerkarriere startete. Weitere Trainer-Stationen des passionierten Jägers waren Alemannia Aachen und der TuS Langerwehe. Viele Jahre war er später Vorsitzender des Stadtsportbundes.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert