Merken - Für weitere Restsee-Klage und gegen Indeland-Beitritt

Für weitere Restsee-Klage und gegen Indeland-Beitritt

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Merken. Mit Sorge verfolgt die Interessengemeinschaft „Für ein lebenswertes Merken“ (IGM) die Diskussion zur Indesee-Klage und den Beitritt der Stadt zur Entwicklungsgesellschaft Indeland. An der grundsätzlichen Ablehnung der Restseelösung im Ort habe sich nichts geändert, teilt die IG mit. Zum anderen hat eine mögliche Klage aus Sicht der IGM nichts mit der Prüfung zu tun, ob es sinnvoll wäre, der Entwicklungsgesellschaft Indeland beizutreten.

„Wir vertreten seit dem Jahr 2007 über 2000 Bürger, die diese Seelösung ablehnen“, betont IG-Sprecher Horst Knapp. „Der Stadtrat hat uns jederzeit uneingeschränkt zur Seite gestanden. Wenn wir noch eine Chance haben, diesen See zu verhindern, dann sollten wir diese auch nutzen“. Die Verwaltungsklage gegen die Änderung des Rahmenbetriebsplanes wäre demnach die logische Konsequenz und im Sinne der Seegegner.

Des Weiteren weisen die Merkener die wiederholte Forderung zu einem schnellen Beitritt zur Indeland GmbH zurück. „Auch wir haben uns oft und ausgiebig Gedanken darüber gemacht, ob ein Beitritt für Merken sinnvoll wäre. Allerdings haben wir bis heute kein Projekt gefunden, bei dem uns die Indeland GmbH hilfreich gewesen wäre“, erklärt Knapp. „Zudem passt die gesamte Ausrichtung der GmbH nicht zu unseren Vorstellungen. Für die nötigen Strukturveränderungen brauchen wir weder gesponsorte Sportveranstaltungen noch Konzerte.“

Das Amt für Stadtentwicklung habe den Mitgliedern der IG schon im Jahr 2011 im Vorfeld eines Per-spektivenworkshops bescheinigt, dass die bereits unterbreiteten Vorschläge und Ideen für das Dorfumfeld bodenständig seien und ohne Großinvestoren umgesetzt werden könnten. „Und Fördermittel können nicht nur über die Indeland GmbH generiert werden“, verweist Knapp auf den Projektbeirat in der Dürener Wirtschaftsförderung schaft, in dem regelmäßig Vertreter der Verwaltung, Politik und IG Merken die Umsetzung des Dorfentwicklungsplanes beraten. „Und genau das ist es, was wir brauchen. Wenn wir es nicht schaffen, unseren Ort bis 2030 attraktiv zu gestalten, dann brauchen wir auch keine beplante Tagebaunachfolgelandschaft mehr.“

Knapp fragt sich auch, ob der städtische Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft in der Indeland GmbH nicht besser als Eigenanteil zur Projektunterstützung in Merken eingesetzt werden könnte. Für Knapp und die IG steht zudem fest: „Auch wenn sich der Stadtrat gegen die Indeland GmbH und für die Klage ausspricht, wird die Zukunftsplanung nicht an Düren vorbeigehen.“

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