Für Viktoria geht es um den Klassenerhalt

Von: Hans Peter Jonas
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Das Team von Viktoria Arnoldsweiler steht vor schwierigen Foto: fehlt Tim Weigang)

Düren. Gefeiert haben sie den zweiten Aufstieg in Serie bereits in vollen Zügen.

Innerhalb von zwei Jahren von der Bezirksliga in die Mittelrheinliga aufzusteigen, haben nicht viele Vereine vorher geschafft, „und deshalb werden wir das kommende Jahr einfach nur genießen und schauen, was dabei herauskommt”, geht Arnoldsweilers Trainer Bernhard Schmitz zuversichtlich und mit Freude an die kommenden schweren Aufgaben heran.

Dabei ist er gewiss nicht blauäugig, denn er weiß ganz genau, was auf seine junge Truppe zukommt. „Anstatt nach Dom-Esch fahren wir nun nach Leverkusen und Köln. Jedes Spiel werden wir wie ein Endspiel angehen müssen und in puncto Zweikampfstärke, Athletik und Schnelligkeit beim Passspiel zulegen”, sieht der Viktoria Coach die wesentlichen Verbesserungsansätze.

Jedem im Verein ist klar, dass es eine äußerst schwierige Saison werden wird, da der Verein nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um gestandene Kicker zu verpflichten. Stattdessen holte man sich überwiegend junge Perspektivspieler, um den zuletzt so erfolgreichen Kader zu ergänzen. Für Trainer Schmitz ist auch wichtig, dass Spieler vom Charakter her zur Mannschaft passen, die in den beiden letzten Jahren zu einer homogenen Truppe zusammengewachsen ist.

Dies zeigt sich auch darin, dass lediglich ein Spieler den Verein verlassen hat. Narciso Lubasa wechselte zur U 23 von Alemannia Aachen und versucht nun dort den Sprung in höhere Gefilde zu schaffen. Obwohl dies gewiss ein herber Verlust für Arnoldsweiler ist, hofft Bernhard Schmitz darauf, dass die Neuzugänge Tobias Breuer (Lich-Steinstraß), Thomas Schmitz (Al. Straß) oder Michael Kesternich (GFC Düren) als Verbands- und Landesliga erfahrene Spieler gemeinsam diese Lücke schließen können und stabiler vor der Abwehr werden.

Wie sich die anderen Neuen, Steffen Wirtz als Torwart, Seyad Sendori im Mittelfeld oder Oliver Fuhs und Tim Weigang als Angreifer schlagen werden, muss die Zukunft zeigen. Der Kader von 24 Spielern ist in den einzelnen Mannschaftsteilen ausgewogen, einer für den vorderen Bereich würde sich der Coach schon noch wünschen, aber die entscheidende Frage lautet: Woher nehmen für wenig Geld?

Das erklärte Ziel des Aufsteigers ist klar: Der Klassenerhalt steht an erster Stelle. Und dafür müssen die Kleeblätter im 101. Jahr ihrer Gründung hart arbeiten und trainieren. Die Vorbereitung begann eher recht holprig aufgrund von vielen Verpflichtungen, Verletzungen und urlaubsbedingten Fehlzeiten einiger Akteure. Das dreitätige Trainingslager in Prüm hat jedoch der Mannschaft einen gewaltigen Schub nach vorne beschert.

In den letzten 14 Tagen gilt es nun für das Trainergespann Schmitz und Ropertz, die Feinabstimmung und die Homogenität zwischen den Mannschaftsteilen herzustellen.

Und wenn die Elf wie im Vorjahr von vielen Verletzungen verschont bleibt, könnte das Klassenziel - entgegen den Erfahrungen der letzten Aufsteiger in diese Liga, die allesamt den direkten Weg zurück antreten mussten - vielleicht doch erreicht werden. Mit dem Auftaktprogramm kann Bernhard Schmitz nicht unbedingt zufrieden sein. Durch die für viele unverständliche Terminierung (3. Spieltag wird zum 1. Spieltag) muss Arnoldsweiler direkt zweimal reisen, und das nicht zu irgendjemanden, sondern zu spielstarken Teams wie Teveren und zum Lokalderby nach Gürzenich. „Aber was soll´s. Jedes Spiel muss erst mal gespielt werden und wir werden mit Elan an die Aufgaben herangehen”, zeigt sich Bernhard Schmitz gelassen.
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