Für Paul Larue ist Düren eine „bunte, lebendige und friedliche Stadt“

Von: Jörg Abels
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Rund 400 Vertreter von Vereinen und Verbänden kamen Dienstagabend zum Neujahrsempfang auf Schloss Burgau. Foto: Abels
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Bürgermeister Paul Larue hat den neuen Rucksack der Stadt Düren wortreich gepackt. Foto: Abels

Düren. „Wir sind eine bunte, lebendige und friedliche Stadt“, betonte Bürgermeister Paul Larue beim Neujahrsempfang der Behördenleiter im Leopold-Hoesch-Museum. Aber das dürfe nicht nur ein Slogan sein, sondern müsse gelebt werden.

Larue dankte für die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung bei der Betreuung von Flüchtlingen, deren Zahl sich seit 2011 mehr als verzehnfacht habe und die mit Sicherheit weiter steigen werde. Und daher nahm Larue auch Land und Bund in die Pflicht, die Kommunen bei der Bewältigung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe nicht allein zu lassen und einen größeren Anteil an den Kosten zu übernehmen. „Wir tun unser Möglichstes, aber allein können wir Kommunen diese Aufgabe nicht stemmen.“

Larue kündigte an, dass das Projekt gegen Kinderarmut in Düren 2015 ebenso fortgesetzt werde, wie der Ausbau der Kindertagesbetreuung und die Sanierung der Toiletten an den Schulen. Er appellierte aus Gründen der Sicherheit für eine schnelle Umsetzung der Baupläne für die Rettungswache West, brach eine Lanze für das Dürener Feuerwehrsystem mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften und kündigte an, das für mehr als 17 Millionen Euro sanierte Rathaus am 13. Juni bei einem „Tag der offenen Tür“ der Bevölkerung zu präsentieren, und das Bürgerbüro mobil zu machen. Es werde derzeit geprüft, welche Dienstleistungen auch vor Ort in den Bürger- und Vereinshäusern bei Sprechstunden angeboten werden könnten.

Bereits am Dienstagabend hatte sich Larue beim Neujahrsempfang auf Schloss Burgau stellvertretend für alle Vereine und Verbände bei knapp 400 Ehrenamtlern für ihr Engagement bedankt. Im Mittelpunkt seiner Neujahrsansprache stand der (Vereins)Rucksack, das neueste Präsent der Stadt Düren. Larue ging auf die bis zur Gletschermumie Ötzi zurückreichende Historie des Wegbegleiters ein, ging mit Blick auf den praktischen Nutzen des Rucksacks aber auch auf die Arbeit der Vereine ein.

„Wer einen Rucksack trägt, hat Kopf und Hände frei“, betonte Larue. Den Kopf frei zum Beispiel, um über mehr Zusammenarbeit nachzudenken. „Es wird im Sport auf Dauer keine andere Lösung geben, um Sportstätten besser zu nutzen“, betonte Larue. Und auch den Schützen schrieb er auf die Fahne, zu kooperieren, wenn die Zahl der Mitglieder schwindet. „Ein Fest ist besser als keins.“ Dass Miteinander in der Stadt bereits funktioniert, machte Larue am „Haus für Gürzenich“ fest, das von vielen Dorfvereinen gemeinsam getragen werde, aber auch an der Kooperation des Dürener Spielvereins und der SG Türkischer SV am Veldener Hof.

Mit Blick auf die Terrorattentate von Paris hob Larue aber auch auf eine symbolische Bedeutung des Rucksacks ab, auf Werte, die jeder Mensch beherzigen, mit sich tragen sollte. Larue sprach von den Werten der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Die Freiheit der Versammlung und die Freiheit, Vereine zu gründen, dürfen wir uns nicht nehmen lassen“, erklärte Larue. Vereine seien der Ort, an dem jeder Einzelne aufgrund seiner Selbst willkommen sei, sprach er von gelebter Gleichheit. Ein faires Miteinander und der respektvolle Umgang gehörten ebenso dazu wie die Solidarität.

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