Für Mitmenschen eingesetzt: Oliver Klein ist ein Held aus dem Kreis

Von: Christoph Hahn
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Ehre, wem Ehre gebührt: Der Kreis Düren zeichnete in der Langerwehe Kulturhalle Menschen und Vereine aus, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Foto: Christoph Hahn

Langerwehe. Es war ein besonderer Abend, ein Abend für besondere Menschen. Hunderte von Bürgern kamen am Donnerstag in der Kulturhalle von Langerwehe zusammen, um die zu ehren, die sich ohne Aussicht auf irgendeine Form von Lohn für ihre Mitmenschen engagieren. Anlass: die Verleihung der Ehrenamtspreise des Kreises Düren, die Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) vornahm.

„Tadelloser Zustand“

Der nahm, bevor er den eigentlichen Festakt begann, den Ort der Veranstaltung ins Visier und hielt eine kleine, gut gelaunte Mahnrede an Langerwehes Bürgermeister Heinrich Goebbels. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass die Kulturhalle zu Gunsten einer größeren Aula der angrenzenden Europaschule abgerissen werden solle. Das sollten Bürgermeister und Rat doch besser noch mal überdenken: „Die Halle ist doch noch in tadellosem Zustand.“

Zum 17. Mal

Unumwunden nannte der erste Bürger des Kreises den Festakt, den der Kreis in Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Stiftung organisiert hatte, als „einer der bedeutendsten Veranstaltungen, die der Kreis in diesem Jahr ausrichtet“ – 2017 übrigens zum 17. Mal. Auch der Zusammenkunft der Preisträger und ihrer vielen Freunde sowie der Präsentation auf der Bühne der Halle maß der Politiker und Verwaltungschef hohen Rang bei: „Das ist eine Leistungsschau des Ehrenamts“, rief er aus.

Urkunde und Preisgeld

Immer wieder nahm der Landrat im Rahmen der rund zweistündigen Feier, die durch Auftritte von Sängerin Isabel Schmitz sowie der Chor-Junioren von „Rurkehlchen“ und „Voices“ aufgelockert wurde, jeweils die 27 Gruppen und Einzelpersonen (siehe Infobox), die zur Verleihung von Urkunde und Preisgeld (250 Euro) nach vorne gerufen wurden, in den Fokus.

Die Wertschätzung, die öffentliche Anerkennung, die die Geehrten nacheinander auf dem Podium erfuhren – die hat jedem von ihnen den verdienten Platz in der Kreis-Öffentlichkeit gegeben. Manch unbesungener Held des Alltag trat im Verlauf der Zeremonie ans Licht.

Keiner von ihnen fühlte sich als Held und war es darum umso mehr – wie der 17-jährige Oliver Klein aus Jülich, der Ende Oktober 2016 auf dem Walramplatz in seiner Heimatstadt einem von Rowdys bedrängten alten Mann beisprang und dafür schließlich von den Gewalttätern in ein Krankenhaus geschlagen wurde.

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