Merzenich - Für Georg Gelhausen ist die Gemeinde eine „Herzensangelegenheit“

Für Georg Gelhausen ist die Gemeinde eine „Herzensangelegenheit“

Von: Sarah Maria Berners
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Georg Gelhausen (CDU) möchte Bürgermeister der Gemeinde Merzenich werden. Er tritt gegen den SPD-Kandidaten Michael Breuer an. Foto: smb

Merzenich. „Ich bin nicht Kommunalpolitiker geworden, um an Ostern auf dem Lindenplatz Eier zu verteilen“, sagt Georg Gelhausen. Er sei in die Kommunalpolitik gegangen, weil er dort mitgestalten könne. 2003 ist der zweifache Vater „wegen der Grundwerte“ in die CDU eingetreten.

Bis 2010 war er „passives Mitglied“, seit dem vergangenen Jahr sitzt er im Rat der Gemeinde. Jetzt möchte der Diplom-Verwaltungswirt, der im Bundesinnenministerium arbeitet, Bürgermeister werden.

Explizit darauf hingearbeitet habe er nicht, aber als er ins Gespräch kam, habe er doch gerne „Ja“ gesagt. „Ich habe 30 Jahre Berufserfahrung in der Verwaltung, ich lebe in Merzenich, die Gemeinde ist für mich eine Herzensangelegenheit“, beschreibt der 49-Jährige seine Motivation, am 13. September um das Amt des Verwaltungschefs zu kandidieren. Der Wahlkampf nimmt viel Zeit in Anspruch, sein größtes Hobby, die Musik, muss er hinten anstellen.

„Das Musizieren und die Big Band des Gymnasiums am Wirteltor fehlen mir“, gibt er zu. Statt mit Noten und Instrumenten befasst er sich nun mit potenziellen Wählern und entwickelt Ideen für die Zukunft der Gemeinde: „Dreh- und Mittelpunkt sind solide Finanzen“, sagt Gelhausen mit Blick in die Zukunft. Ein Baustein dafür ist für den CDU-Politiker die Wirtschaftsförderung. Mit der Autobahnanschlussstelle und dem S-Bahn-Halt liege die Gemeinde verkehrsgünstig.

„Diesen strategischen Vorteil müssen wir stärker nutzen. Wir müssen schauen, dass die freien Gewerbeflächen bald bebaut werden“, betont er. Gleichzeitig sei es wichtig mit den Unternehmen vor Ort zu sprechen, ihre Einschätzungen zu hören. Mit Blick auf den Haushalt sagt Gelhausen, dass Steuererhöhungen „das letzte Mittel seien“. Stattdessen möchte er an anderen Stellschrauben drehen, Sparpotenziale aufdecken. Wo genau diese liegen? Dazu äußert er sich noch nicht. Dazu brauche man die „Innensicht“ auf die Dinge. „Und die habe ich im Augenblick noch nicht“, betont Gelhausen.

Wichtig ist es dem Merzenicher, dass die Gemeinde weiterhin auch junge Leute und Familien anzieht. „Demografie bedeutet auch, etwas für junge Menschen zu tun“, unterstreicht er. Für den Zentralort hält Gelhausen einen Drogeriemarkt für wichtig. Bisher konnte die leerstehende Schlecker-Filiale aber nicht neu belegt werden. „Wir brauchen ein aktives Leerstandsmanagement“, betont der CDU-Kandidat.

Aber auch die Tagebaunachfolge und die Koordinierung der Hilfe für die in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge nennt der Bürgermeisterkandidat als wichtige Punkte für die Zukunft und als Aufgaben für den neuen Verwaltungschef. Und mit Blick auf die Umsiedlung sagt er: „Wir brauchen bald eine neue Bleibe für die Vereine.“

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