Für Fahrradfahrer soll es leichter werden

Von: Valerie Barsig
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Parken Autos auf dem Fahrradschutzstreifen (l.), birgt das nicht nur für Radler, sondern für den gesamten fließenden Verkehr Probleme. Weitere Gefahrenstellen, die Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels (oben, rechts) beim Fahrradforum ansprach, war der Radweg, der an der Fußgängerzone auf den Bürgersteig geleitet wird (unten) und der am Kreishaus an der Bushaltestelle mündet (mitte). Foto: Valerie Barsig
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Parken Autos auf dem Fahrradschutzstreifen (l.), birgt das nicht nur für Radler, sondern für den gesamten fließenden Verkehr Probleme. Weitere Gefahrenstellen, die Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels (oben, rechts) beim Fahrradforum ansprach, war der Radweg, der an der Fußgängerzone auf den Bürgersteig geleitet wird (unten) und der am Kreishaus an der Bushaltestelle mündet (mitte). Foto: Jörg Abels

Düren. Heiner Wingels hat etwas anderes erwartet. „Das ist der Vorführeffekt“, stellt der Leiter des Amtes für Tiefbau und Grünflächen fest, als er an der Ampel der Fußgängerzone auf der Schenkelstraße Richtung Philippstor blickt.

Was er dort erwartet hat, war ein parkender Wagen auf dem Fahrradschutzstreifen vor der Reinigung. Denn eigentlich parke dort immer jemand, um nur mal schnell etwas abzuholen oder abzuladen. Autofahrer schneiden damit den Radfahrern und auch den Bussen auf der rechten Spur quasi den Weg ab und zwingen sie nach links.

Mehrere Problemzonen

Die Stelle ist nur eine von gleich mehreren Problemzonen auf Schenkel- und Bismarckstraße zwischen Philippstor und Schoeller-straße, die Radlern das Fahren schwer machen: In dem Bereich wird oft auf den Radwegen geparkt, und Fußgänger aus der Innenstadt und Radfahrer kommen sich in die Quere. Auch Busse müssen parkenden Autos weichen. Kommen sie aus Richtung Kreuzstraße stecken sie außerdem – trotz Vorrangschaltung – oft im Stau fest, weil es keine Busspur gibt.

Beim zweiten Fahrradforum der Stadt, zu dem die Verwaltung Vertreter von Ordnungsamt, Polizei und der Fraktionen eingeladen hatte, ging es daher um die Radwegenutzungspflicht, die auf der Schenkel- und Bismarckstraße aufgehoben werden soll. Im Zuge der Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks ging es auch um mögliche Veränderungen für Busse und Autos, die Anfang September im Verkehrs- und Bauausschuss diskutiert werden sollen.

Mehr Fahrradschutzstreifen

Dabei ist der Teil der Schenkelstraße zwischen Philippstor und Wirteltorplatz sogar noch das kleinere Problem, denn hier könnte das Ordnungsamt einfach engmaschiger kontrollieren, um die Fahrradschutzstreifen freizuhalten. Für Radfahrer schwierig wird es zwischen Wirtelstraße und Theodor-Heuss-Park. Denn an der Fußgängerzone werden die Radler, die in Richtung Bismarckstraße unterwegs sind, von der Straße auf einen Radweg auf dem Bürgersteig gelenkt und müssen ihn mit Fußgängern teilen.

Um Abhilfe zu schaffen, sollen an dieser Stelle laut dem Plan des Tiefbau- und Grünflächenamtes auf beiden Straßenseiten weitere Fahrradschutzstreifen entstehen, dafür für Autofahrer nur noch eine Geradeaus- und eine Linksabbiegerspur auf die Hans-Brückmann- und Schützenstraße. Die Fahrradschutzstreifen sollen auch durchgehend auf der Bismarckstraße bis zur Moltkestraße und von der Kreuzstraße bis vor die Kreuzung Schoellerstraße gezogen werden.

In Höhe des Kreishauses befindet sich die nächste Gefahrenstelle: Hier müssen Radfahrer bisher auf schlechten Wegen – teilweise um Bäume herum – in Richtung Bushaltestelle „Kreishaus“ fahren, um dann Ein- und Aussteigenden ausweichen zu müssen. Das würde mit einem Schutzstreifen wegfallen.

Auch das Problem, dass sich Busse, aus Richtung Kreuzstraße durch den Stau kämpfen müssen, soll gelöst werden, indem etwa ab Höhe des Rurtal-Gymnasiums bis zur Hans-Brückmann-Straße eine Busspur angelegt wird, die auch Radfahrer nutzen können. Voraussetzung dafür wäre der Rückbau des Mittelstreifens vor dem Theodor-Heuss-Park. Autofahrer sollen dort stadtauswärts in Zukunft nur noch auf einer Spur fahren, die aber an der Moltkestraße zum Linksabbiegen erweitert wird. Entgegenkommend, an der Hans-Brückmann-Straße, soll zukünftig die Linksabbiegespur auf die Schützenstraße beginnen.

Im Zuge der Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks legt Heiner Wingels außerdem Wert darauf, dass der Bürgersteig in gerader Linie mit dem Park abschließt. „Der Gehweg soll nicht mehr im Park verlaufen.“ Weiterhin will die Verwaltung prüfen, ob auf der Straße zwischen St.-Angela-Schule und Rurtal-Gymnasium für etwa 300 Meter eine Tempo-30-Zone entstehen soll.

„Dadurch, dass viele Schüler die Straße überqueren, besteht hier Gefahrenpotenzial“, sagt Heiner Wingels. Daher wäre eine Zone sinnvoll, allerdings soll gleichzeitig der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt werden, weshalb die Maßnahme zuvor genau überprüft werden soll. Dazu hat die Verwaltung bereits eine Verkehrszählung und Videoüberwachung vorgenommen.

Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen der Abschluss des Fahrradschutzstreifens zwischen Kreuz- und Schoellerstraße. Hier teilt sich der Autoverkehr auf drei Spuren auf. „Dafür gibt es bisher noch keine Lösung, ohne baulich sehr stark einzugreifen“, sagt Uwe Schmitz, Fahrradbeauftragter der Stadt. Ein entsprechender Vorschlag werde im Ausschuss eingebracht. Wie viel die Maßnahmen kosten sollen, können Wingels und Schmitz noch nicht beantworten, auch das wird möglicherweise Teil der Diskussion im Verkehrs- und Bauausschuss im September sein. Angemerkt

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