Für die neue Sekundarschule zählt jedes Kind

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Im Schulausschuss hat Bürgermeister Ulrich Schuster den Fahrplan in Sachen Sekundarschule vorgestellt, der bis zur Antragstellung Ende des Jahres noch zu bewältigen ist. Am kommenden Montag werden in den dritten und vierten Klassen der Grundschule Fragebogen verteilt, um den Elternwillen zur Gründung einer Sekundarschule abzufragen.

Inden. Im Schulausschuss hat Bürgermeister Ulrich Schuster den Fahrplan in Sachen Sekundarschule vorgestellt, der bis zur Antragstellung Ende des Jahres noch zu bewältigen ist. Am kommenden Montag werden in den dritten und vierten Klassen der Grundschule Fragebogen verteilt, um den Elternwillen zur Gründung einer Sekundarschule abzufragen.

Ergänzend dazu ist für Donnerstag, 24. November, eine Infoveranstaltung für Eltern geplant, die um 20 Uhr in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Inden/Altdorf beginnt. Zu dieser Veranstaltung sind ausdrücklich auch die Eltern auswärtiger Kinder willkommen, die damit liebäugeln, künftig das neue Indener Schulangebot zu nutzen.

Interessenten aus Düren

Bis zum 7. Dezember wird in der Hauptschule Inden eine Schulkonferenz anberaumt, bei der die Schließung der Hauptschule beschlossen werden soll, sofern die Errichtung der Sekundarschule zustande kommt. Am 7. Dezember tagt in jedem Fall der Schulausschuss, der den Empfehlungsbeschluss zur Errichtung der Sekundarschule und die auslaufende Auflösung der Hauptschule fassen würde, die vom Gemeinderat auf der Sitzung am 14. Dezember offiziell auf den Weg gebracht würde, bevor die Gemeindeverwaltung der Bezirksregierung in Köln die Antragstellung übermittelt.

Doch nicht nur Eltern und Schulen sind mit dem Projekt „Sekundarschule Inden” befasst. Wie Bürgermeister Schuster weiter berichtete, werden auch die umliegenden Schulträger beteiligt. Sie sind angeschrieben worden. „Positive Antworten gibt es aus Langerwehe und Düren”, informierte der Bürgermeister.

Das große Problem der kleinen Gemeinde Inden: Für eine eigenständige Sekundarschule, die auch gewollt ist, werden mindestens 75 Anmeldungen benötigt. Da es aus dem Gemeindegebiet höchstens 60 gibt, sind Anmeldungen aus Nachbarkommunen nicht nur willkommen, sondern auch notwendig.

Werbung nicht erlaubt

Das Dilemma: Werbung ist indes außerhalb der Gemeindegrenzen nicht erlaubt. So greift die Gemeinde in Abstimmung mit der Bezirksregierung zu einem Hilfskonstrukt, wonach die Nachbarkommunen eine Erklärung abgeben, dass sie sich nicht gegen eine entsprechende Schulwahl von Eltern stellen. „Ich habe die positive Erwartung, dass diese Erklärungen eintreffen werden”, hat Ulrich Schuster entsprechende Gespräche mit seinen Kollegen geführt.

Notwendig im laufenden Klärungsprozess ist auch die Zustimmung der Kommunalaufsicht, denn wenn in Inden Schüler über den gemeindlichen Bedarf hinaus unterrichtet werden, wäre das streng genommen eine freiwillige Leistung, die in Düren genehmigt werden müsste, da die Gemeinde einen Nothaushalt fährt. „Wir gehen davon aus, dass die Genehmigung erfolgt”, ist der Bürgermeister auch hier zuversichtlich.

Durch die Gründung einer Sekundarschule würde sich schließlich gegenüber der bestehenden Hauptschule nur wenig ändern: es wären keine baulichen Veränderungen notwendig und auch die Betreuung auswärtiger Schüler ist in der Hauptschule längst Realität: von den mehr als 300 Schülern kommt nur etwa ein Drittel aus dem Gemeindegebiet, die übrigen pendeln aus den umliegenden Kommunen ein. Somit beginne jetzt „der Kampf um jedes Kind”.
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