Für das Freibad Abenden wird ein neues Konzept gesucht

Von: bugi
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Für das Freibad Abenden wird ein neues Konzept gesucht. Foto: bel

Abenden/Wollersheim. Gerade mal eine Woche ist es her, da traten zwei Bands im Freibad Abenden auf. Die Einnahmen sollten dazu beitragen, den Freibad-Betrieb aufrecht zu erhalten. Ob das aber gelingt, bleibt abzuwarten: Die Pächter Nicole und Hartmut Assmann haben den Vertrag mit der Stadt Nideggen inzwischen zum Jahresende gekündigt. Und dann?

„Der Hauptausschuss muss jetzt in seiner Sitzung am 18. August entscheiden, ob wir das Freibad grundsätzlich erhalten wollen“, sagt Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. „Und zu welchen Konditionen“, schiebt sie hinterher.

Seit sieben Jahren betreiben die Pächter das Freibad, seit fünf Jahren müssen sie die 15.000 bis 17.000 Euro Betriebskosten und sämtliche Nebenkosten in der drei bis vier Monate dauernden Badesaison erwirtschaften. Gab es in den ersten drei Jahren noch einen städtischen Zuschuss von 10.000 und zuletzt 5000 Euro, ist der Zuschuss 2014 ganz weggefallen. „Wir haben in sieben Jahren keinen Gewinn erwirtschaftet. 2014 lag unser Minus bei 15.000 Euro“, erklärt Hartmut Assmann, der das Freibad nebenberuflich betreibt, warum er jetzt die Notbremse ziehen musste. „Das Freibad lässt sich unter diesen Bedingungen nicht betriebswirtschaftlich betreiben“, sagt er.

Warten auf den Eigentümer

Dabei hatte er schon vor der Kündigung Änderungen angeregt: So hatte Assmann vorgeschlagen, dass die Stadt auf die Pacht verzichten möge oder er die Möglichkeit erhalte, nur noch Mitgliedern den Zutritt zu erlauben, um so mit festen Einnahmen rechnen zu können. Der Rat hatte die Vorschläge allerdings abgelehnt. Assmann: „Mein erstes Ziel ist, das Freibad auch weiter zu erhalten. Gerade für Jugendliche benötigen wir solche Begegnungsstätten und können nicht immer mehr Treffpunkte dicht machen.“

Bei der Frage, die dann auch den Hauptausschuss beschäftigen wird, zu welchen Bedingungen das Freibad weiterbetrieben werden kann, will Assmann gerne helfen. „Es muss ein Konzept her, das auf mehrere Jahre ausgelegt ist und mit dem alle Beteiligten glücklich sind“, sagt Assmann. Ein Konzept fehlt der Stadt auch noch für das durch einen Brand zerstörte Bürgerhaus Wollersheim, das von der Stadt nur gepachtet war.

Zwar ist inzwischen geklärt, dass eine Versicherung für den Schaden aufkommen wird, unklar ist aber noch, ob der Besitzer das Haus überhaupt wieder aufbauen will, zumal dann auch neuere Brandschutz- und Lärmbestimmungen zu beachten wären. „Diese Entscheidung müssen wir abwarten und auch klären, welcher Anteil der Versicherungssumme der Stadt zusteht und wie man mit diesem Geld in Wollersheim einen Ersatz schaffen kann“, betont Margit Göckemeyer.

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