Für alle, die Kölsche Musik mögen: „Et eetste Mol“

Von: Sandra Kinkel
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Sänger Holger Quast gibt am Donnerstag, 23. April, sein erstes eigenes Konzert in Düren. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Holger Quast (40) will es wissen – und plant sein erstes eigenes Konzert. Unter dem Motto „et eetste Mol“ gibt der Vermögensberater der Sparkasse Düren am Donnerstag, 23. April, ab 20 Uhr sein erstes Solokonzert im Brauhaus in Düren, Annaplatz 1-2 (Eintritt acht Euro). Der Vollblutkarnevalist aus dem Dürener Stadtteil Derichsweiler hat sein ganzes Leben Musik gemacht.

Früher gemeinsam mit seinem Vater Willi, später allein. Seit zehn Jahren singt Holger Quast, vorzugsweise bei Auftritten der Derichsweiler Karnevalsgesellschaft „Blau-weiße Sterne“. Seit der Karnevalssession 2014/15 versucht der Familienvater im Kölner Karneval Fuß zu fassen, schreibt eigene Lieder und hat mit „Endlich doh“ auch schon seine erste CD produziert.

„Ich habe mich im September 2014 zum ersten Mal in Köln vorgestellt und hatte in der vergangenen Session 18 Soloauftritte, davon zwei in Köln.“ Holger Quast ist als „ne joode Jung“ unterwegs, der Gedanke zu einem eigenen Abend ist ihm bei einem Wohnzimmerkonzert gekommen. „Danach haben mich Leute angesprochen, dass ich doch mal ein Konzert geben soll. Und genau das probiere ich jetzt. Außerdem möchte ich versuchen, das ganze Jahr über aufzutreten und eben nicht nur an Karneval.“

Bei seinem Konzert wird Holger Quast natürlich seine eigenen Lieder präsentieren, auch die beiden neuen, die er für die kommende Karnevalssession komponiert und getextet hat. „Außerdem singe ich Kölsche Lieder und begleite mich dabei auch selbst am Klavier. Das sind überwiegend Balladen, Songs, die mir selbst gut gefallen.“ Unterstützt wird der Derichsweiler durch das Kölner Duo „Sösterhätz“ und Anna Eßer, mit der er ab und zu gemeinsam auftritt. „Den allergrößten Teil des Konzertes bestreite ich aber allein. Und ich werde mich am 23. April von einer Seite präsentieren, die so noch keiner von mir kennt.“

Gleich nach Karneval hat Holger Quast mit den Vorbereitungen für sein Konzert begonnen. „Es ist ja nicht nur damit getan, die Lieder zu proben“, erzählt er. „Ich muss auch für die ganze Technik sorgen. Ich bin heilfroh, wenn der erste Ton am 23. April gespielt ist und alles funktioniert. Ich glaube, dann fällt auch die ganze Nervosität von mir ab.“

Übrigens verfolgt Holger Quast mit seinem Solokonzert keinerlei kommerzielle Zwecke, im Gegenteil. „Natürlich möchte ich meine Kosten decken“, sagt er. „Aber ich habe auch Peter Borsdorff zu meinem Abend eingeladen. Und wenn viele Leute kommen, werde ich ihm auch an dem Abend eine Spende für seine Aktion ‚Running for Kids‘ überreichen. Das ist mir sehr wichtig.“

Klar, dass Holger Quast den Abend auch nutzt, um sich für den Karneval wieder ins Gespräch zu bringen. „Ich habe Vertreter von Agenturen und Karnevalsgesellschaften eingeladen und hoffe, dass die kommen, um zu sehen, was ich so drauf habe. Genau wie hoffentlich viele Dürener, die gute Kölsche Musik mögen.“

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