Fünf junge Menschen mit Handicap sind jetzt Umweltassistenten

Von: bel
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Kröten helfen, Pflanzen pflegen, Nistkästen bauen: Die Umweltassistenten wissen wie‘s geht. Foto: Elberfeld

Kreis Düren. Fünf weitere junge Leute mit Beeinträchtigung – zwei Frauen und drei Männer – haben jetzt per Urkunde ihre Ernennung zum Umweltassistenten erhalten. Jenny Kötzsch, Nadja Seidelmann, Christoph Krämer, Domenic Handrich und Stefan Zaremba gehören dem zweiten Ausbildungsdurchgang an, der in vier Bereichen angeboten wurde. Einige ihrer Vorgänger, die ihre Ausbildung schon im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen hatten, unterstützten sie und die Ausbilder im Gelände.

Die Leiterin des Projekts, Maria Hinz von der Biologischen Station des Kreises Düren, erzählte vor der Urkundenübergabe von den Schwierigkeiten, die der viele Schnee mit sich gebracht hatte. Eingesetzt werden die frischgebackenen Umweltassistenten beim Amphibienschutz. Krötenzäune müssen repariert und vom Wildwuchs befreit, die Krötentunnel gesäubert werden. Und dann heißt es bald, die Kröten in Sammeleimern über die Straße zu ihren Laichplätzen zu bringen.

Des Weiteren lernten die jungen Leute das Pressen von Apfelsaft – per Hand. Aufgrund des schlechten Wetters konnte die Apfelsaftpresse nicht aktiviert werden. Doch der manuell gepresste Apfelsaft soll – berichteten die Assistenten – besonders gut geschmeckt haben. Im dritten Bereich zimmerten die Männer und Frauen Nistkästen. Diese hängen nun an verschiedenen Orten im Kreis und in einigen privaten Gärten. Der letzte Aufgabenbereich war der Pflege der Naturschutzgebiete vorbehalten: Die neuen Umweltassistenten wissen, welche Stoffe und Gegenstände sie aus der Natur entfernen müssen, damit Fauna und Flora keinen Schaden nehmen.

Stolz berichtete Projektleiterin Maria Hinz über den erfolgreichen Verlauf der Ausbildung. Ihre Augen leuchteten besonders intensiv, als sie über die Ausbildung der Menschen mit Handicap sprach. „Inklusion ist für die Biologische Station ganz selbstverständlich geworden“, sagte sie. „Denn wir nehmen Menschen mit ihren Werten und Fähigkeiten und nicht durch ihre Behinderungen wahr.“

Unterstützt wird das Projekt der Biologischen Station des Kreises Düren vom BUND, vom NABU und den „Betreuenden Einrichtungen der Menschen mit Beeinträchtigungen des Kreises Düren“. Finanziert wird das Projekt auch in der Zukunft vom Landschaftsverband Rheinland.

Zu den Urkunden erhielten die neuen Umweltassistenten jeweils ein T-Shirt mit Namen und Funktion. Begrüßt wurden die Teilnehmer der kleinen Feier im Jakob-Savelsberg-Haus vom Geschäftsführer der Lebenshilfe, Wolfgang Prümm, und der Leiterin der Biologischen Station, Heidrun Düssel-Siebert.

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