Kreuzau - Fünf Jahre alte E-Mail bringt Seel in Verruf

Fünf Jahre alte E-Mail bringt Seel in Verruf

Von: ja/cl
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Rolf Seel (r.) will von einem angespannten Verhältnis zu Ministerpräsident Jürgen Rüttgers - im Bild beim Besuch in Düren vor Wochenfrist - nichts wissen. Foto: Abels

Kreuzau. In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung (SZ) über „Chaos und Psychokrieg” in der Düsseldorfer Staatskanzlei und der NRW-CDU taucht auch der Kreuzauer CDU-Landtagsabgeordnete Rolf Seel auf. Die SZ-Autoren berichten über den Umgang von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und seiner Vertrauten mit politischen „Freunden”.

Rüttgers habe es „in nur kurzer Zeit geschafft, sich unter seinen Freunden die größten Feinde zu machen”, heißt es in der Donnerstagausgabe der „Süddeutschen”.

Eine tragende Rolle habe dabei Boris Berger gespielt, der in der Staatskanzlei die Abteilung Regierungsplanung leitet und für den Landtagswahlkampf der Christdemokraten beurlaubt wurde. Ein Beispiel für Bergers Stil ist laut SZ eine E-Mail an einen Kollegen, in der Berger über Rolf Seel schreibt, er sei „mit Abstand der dümmste Abgeordnete der Fraktion”. Auslöser, so berichtet die „Süddeutsche”, sei eine Klage Seels über elektronischen „Müll” aus der Landesgeschäftsstelle der CDU gewesen. Dort war Berger vor seiner aktuellen Tätigkeit beschäftigt.

Die E-Mail, über die die SZ berichtet, sei höchstwahrscheinlich fünf Jahre alt, sagte Seel am Freitag auf Anfrage der Dürener Zeitung. Sie müsse als völlig unpassendes Beispiel für einen konstruierten Artikel herhalten.

Tatsächlich habe er sich in sehr deutlichem Ton zum damaligen Zeitpunkt bei Berger über die Vielzahl überflüssiger Mails aus der CDU-Geschäftsstelle beklagt und damit gedroht, Bergers E-Mail-Adresse auf seinen „Spam-Filter” zu setzen und den Eingang dieser Mails damit zu blockieren. Darauf habe Berger offenbar sehr ungehalten reagiert und die jetzt bekannt gewordene E-Mail über ihn verfasst. Dabei sei er bei weitem nicht der Einzige gewesen, der sich von Bergers E-Mail-Flut belästigt fühlte. Er habe für seine deutliche Ansprache gegenüber dem Geschäftsstellen-Mitarbeiter Zustimmung vieler Kollegen erhalten. Abgesehen von der Tatsache, dass Bergers E-Mail nun reißerisch missbraucht werde, schere ihn wenig, was dieser Mann zu sagen hat. „Von mir aus kann er E-Mails schreiben, an wen er will. Das interessiert mich nicht.”

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