Merode - Frühlingspromenade weckt die Lust an der Langsamkeit

Frühlingspromenade weckt die Lust an der Langsamkeit

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Exklusives im Schatten des Schlosses: Die Frühlingspromenade lockte viele Besucher nach Merode. Foto: Hahn

Merode. Da waren sie auf einmal, die Magie und die Größe, die heute noch dem Adel nachgesagt werden. Viele kennen so etwas nur aus mehr oder minder hochglänzenden Magazinen.

Die Familie von Merode, ansässig in dem gleichnamigen Ortsteil von Langerwehe, gehört indes zu den Menschen, die sich gegenüber ihrem bürgerlichen Umfeld distanziert verhalten. Ihre Einladung zur Nähe, genauer: zur „Frühlingspromenade” im Schloss und ringsum, wurde nicht zuletzt deshalb dankbar auf- und angenommen.

Ein kaum je versiegender Strom von Menschen zog am Samstag und am Sonntag zwischen dem Sitz derer von Merode und den Parkplätzen im Dorf hin und her. Das Angebot der Promenade, abgestimmt auf gediegene bis exklusive Akzente, entsprach fühlbar dem Bedürfnis vieler Menschen. Hinzu kam eine tiefe Verbundenheit mit der gastgebenden Adelsfamilie, die im Ort und ringsum ein hohes Ansehen genießt.

Vor allem nährte das Angebot im Innen- und Außenbereich eine gewisse Lust an der Langsamkeit, die vor allem im gemächlichen Flanieren entlang der weißen Zelte mit Verkaufs- und Infoständen, an denen sich unter anderem der Fremdenverkehrsverein Langerwehe präsentierte, sichtbar wurde. Das Angebot an Waren entsprach dem Ambiente und umfasste Weine ebenso wie Sportwagen und andere hochwertige Konsumgüter.

Rundfahrten mit einem Gefährt aus der Frühzeit der Automobil-Geschichte zählten ebenso zum Angebot wie Bootspartien auf dem das Schloss umgebenden Gewässer und kurze Auftritte lokaler Chöre und Instrumental-Ensembles, darunter die örtliche Bläservereinigung. Zum nicht kommerziellen Bereich der Promenade gehörte ferner die Präsentation von mindestens 40 Jahre alten Autos. Lenker solcher Fahrzeuge waren mit einem speziellen Angebot nach Merode gelockt waren: Wer ein solches Gefährt vorweisen konnte, genoss freien Eintritt.

Mit bewundernswerter Contenance bewältigten Prinz Carl-Ludwig von Merode, seine Gemahlin, Prinzessin Clotilde, und ihre Kinder die zwei für sie an Herausforderungen organisatorischer Art nicht gerade armen Tage. Der Prinz war bald hier, bald da mit dem Sprechfunkgerät in der Hand zur Stelle, derweil seine Söhne mit dem Fahrrad umher eilten. Dabei wurden sie nicht allein gelassen:

Mitglieder der Vereine, vor allem Jugendliche, darunter nicht zuletzt die Aktiven des Malteser-Hilfsdienstes, sorgten als Sanitäter oder auch Ordner für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Geschehens. Andere Einwohner von Merode sowie die Mitglieder des Fördervereins von Schloss Merode waren gleichfalls zur Stelle. Das Frühlingsfest von Merode besitzt nicht zuletzt deshalb Chancen auf eine Fortsetzung - vielleicht schon im nächsten Jahr.
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