Düren - Frühjahrsputz: Die Müllzangen schnappen zu

Frühjahrsputz: Die Müllzangen schnappen zu

Von: Sarah Maria Berners
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Frühjahrsputz: Im Konrad-Adenauer-Park an der Kölnstraße sorgte das Team der Lebenshilfe für Ordnung. Jennifer Kötzsch, Ralf Stupp, Michael Hefter und Sabine Tempel (v.l.) packten an. Foto: Sarah Maria Berners
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Michael Schmitz von den Pétanque Freunden Düren zupfte den Müll aus dem Gestrüpp.

Düren. Der große blaue Müllsack, den Michael Schmitz in seiner Hand hält, füllt sich ruckzuck. Dabei hält sich der Bewegungsradius des Mannes ziemlich in Grenzen. Ausgestattet mit einer Müllzange hat er sich am Rande des Willy-Brandt-Parkes an der Valencienner-Straße den Kampf mit dem Müll aufgenommen.

 Irgendwie scheint es eine Sisyphusarbeit, an jeder Stelle lässt Michael Schmitz die Zange mehrmals zuschnappen, so viel Müll hat sich im Gestrüpp angesammelt. Gut gelaunt ist der Vorsitzende der Pétanque Freunde trotzdem. „Es ist trocken und irgendwie ist das Ganze ja auch entspannend“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. Michael Schmitz und seine Freunde aus dem Pétanque-Club sind sieben von mehr als 900 Dürenern, die sich am Samstagmorgen aus der gemütlichen Wohnung an die nicht ganz so gemütliche frische Luft begeben habe, um beim großen Frühjahrsputz des Dürener Service Betriebs mit anzupacken. „Wir arbeiten gut mit dem DSB zusammen und das ist unsere Möglichkeit, etwas zurückzugeben“, betont Michael Schmitz. Während der Park noch herausgeputzt wird, sieht an der Pleußmühle schon alles aus wie geleckt. Dort haben die Dürener Bürgerwehr den Müll gesammelt und sogar einen ganzen Koffer gefunden. Auch die Schillingstraße in Gürzenich und die Tuchmühle in Niederau sind schon am frühen Morgen vom Müll befreit. Vereine, Kindergärten, Schulen, Einzelkämpfer – alle packen mit an, um die Stadt ein bisschen aufzuhübschen.

Im Konrad-Adenauer-Park ist Lebenshilfe-Mitarbeiterin Sabine Tempel mit Michael Hefter, Jennifer Kötzsch und Ralf Stupp im Einsatz. „Wir hatten uns überlegt, dass wir anderen Menschen eine Freude bereiten möchten“, erklärt Jennifer Kötzsch. Und der Park an der Kölnstraße kann den Frühjahrsputz wirklich gebrauchen. „Hier liegt wirklich viel Müll rum“, hat das kleine Team festgestellt. Neben etlichen Glasflaschen, Zigarettenstummeln und Plastik haben die Vier sogar einen Akkuschrauber im Werkzeugkoffer gefunden. „Da steht sogar ein Name drauf. Den werden wir bei der Stadt abgeben“, betont Ralf Stupp während Michael Hefter auf die gut gefüllten Müllsäcke blickt und kopfschüttelnd „Das werfen die Leute alles in den Park“ sagt. Ein paar Meter von der Stelle, an der das Team arbeitet, steht ein Mülleimer. Und schon wieder hat jemand etwas gleich daneben auf die Erde geschmissen.

Michael Schmitz, der müllsammelnde Boulespieler, ärgert sich nicht, darüber, dass er den Dreck anderer wegmachen muss. „Wir wollen in einem schönen Umfeld Boule spielen. Da müssen wir halt mit anpacken.“

Gleichwohl hofft der Service Betrieb, dass vor allem die Kinder und Jugendlichen, die bei der Aktion mitmachen, auch für ihr Leben etwas daraus mitnehmen. „Wer den Abfall einmal aus den Beeten eingesammelt hat, wird ihn künftig sicherlich eher in das Abfallgefäß entsorgen anstatt in die Landschaft“, sagen die Organisatoren, die sich freuen, dass am Wochenende und in den nächsten Tagen gut 500 Kinder aus Schulen und Kindergärten rund um ihr Gelände den wilden Müll einsammeln. Etwa vier Tonnen wilden Müll sammeln die Gruppen beim Frühjahrsputz, der nun zum 17. Mal stattgefunden hat, ein.

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