Frühjahrspromenade: Die Adelsfamilie beschreitet neue Wege

Von: Christoph Hahn
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Im Kreise der Familie und der Sponsoren: Prinz Carl-Ludwig von Merode (2.v.l.) stellte zusammen mit Staatssekretär Thomas Rachel (5. v.r.) das Programm der Frühlingspromenade vor. Foto: Christoph Hahn

Merode. Neun Jahre ist es her, dass Schloss Merode lichterloh brannte. Jetzt soll das stolze Gebäude am Rande des gleichnamigen Ortes Schauplatz eines glanzvollen Ereignisses sein: Unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Thomas Rachel lädt die Eigentümerfamilie, an der Spitze Prinz Carl-Ludwig von Merode, am Samstag, 25., und am Sonntag, 26. April, zur „Frühjahrspromenade” ein.

Kaum Barrieren

Da soll mal einer sagen, Adelige lebten im Vergleich zu Normalbürgern in luftigen, unerreichbaren Höhen. Die Merodes beweisen das Gegenteil. Nach der Katastrophe von 2000 hat die Familie an ihrem Stammsitz von Bürgerlichen, vor allem seitens des Fördervereins um den Vorsitzenden und Ortsvorsteher Josef Schmitz-Schunken viel Unterstützung erfahren.

Das hat die Barrieren zwischen Hochadeligen und Bürgersleuten noch niedriger werden lassen, als sie ohnehin schon waren. Die Merodes, die einen Teil der Woche in Brüssel leben, das Wochenende aber meist auf ihrem deutschen Schloss verbringen, wissen sich dort gut aufgehoben.

So wird dann auch die Organisation des Wochenendes, an dem Merode allen Besuchern offen steht, für die Eigentümerfamilie zur Herzensaufgabe. Und dass das Herz mit im Spiel ist, spricht aus dem reich gestalteten Programm.

Nicht nur, dass jeder die schmuckvollen Räume des imposanten Schlosses mit seinem Park durchwandern und schauen kann, wie Prinz Carl-Ludwig, Prinzessin Clotilde und ihre Familie leben.

Die Männer und Frauen des Fördervereins werden bereit stehen, um ihr reiches Wissen über Merode, seine Geschichte und seine Bewohner an Gäste weiter zu geben. Zudem sorgen Anbieter hochwertiger Dinge (zu haben sind unter anderem exklusive Lederwaren, Weine und Brüsseler Chocolaterie-Artikel) mit ihren Produkten für Glanz - in weißen Pagodenzelten, die auf dem Grün des Parks aufgebaut werden.

Doch die Frühlingspromenade erschöpft sich nicht im Rahmen des Materiellen. Ebenso stellen die Veranstalter, die nicht nur vom Förderkreis, sondern auch vom Fremdenverkehrsverein Langerwehe unter seiner Vorsitzenden Karin Koss, der Dürenerin Hanna Küpper („art-presence”) und einer illustren Schar von Sponsoren unterstützt werden, kulturelle Schätze in den Vordergrund. Junge Künstler, darunter Markus Platzbecker und sein Chor, erhalten am letzten Wochenende im April ein Podium.

Dass die Eigentümer des stattlichen Anwesens derzeit glücklich und zufrieden sind, hat übrigens nicht nur mit der Vorfreude auf das Fest im Lenz zu tun. „Die Räume sind jetzt wieder in einem Zustand, dass wir zumindest am Wochenende darin wohnen können”, freut sich Prinz Albert, einer der adeligen Söhne.
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