Düren - Frühe Hilfe und Beratung junger Eltern

Frühe Hilfe und Beratung junger Eltern

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
Britta Dammers, Sandra Kutheus
Britta Dammers, Sandra Kutheus und Tanja Deldique (v.l.) von der „Frühen Elternhilfe Düren” kommen bei ihren Besuchen nicht mit leeren Händen: Sie bringen das Elternbegleitbuch und kleine Geschenke mit.

Düren. „Hallo, hier ist die Kinderkrankenschwester der Stadt Düren.” Wenn Britta Dammers, Sandra Kutheus und Tanja Deldique in der Regel acht Wochen nach der Geburt bei jungen Eltern im Stadtgebiet anklopfen, steht alles andere als eine Kontrolle der Lebensumstände an.

Die drei jungen Frauen der „Frühen Elternhilfe Düren” wollen vor allem informieren, Eltern aber auch in gesundheitlichen Fragen zur Seite stehen, „ergänzend zum Angebot der Hebamme”, wie Britta Dammers unterstreicht.

Seit dem 1. Februar haben die drei Pflegefachkräfte, die über jahrelange klinische Erfahrung in der Betreuung und Pflege von Neugeborenen und kranken Kindern verfügen, den 2009 in der Stadt etablierten Besuchsdienst übernommen. „Wir haben festgestellt, dass junge Eltern vor allem in gesundheitlichen Fragen immer wieder Rat suchen”, erklärt Ansgar Kieven vom Jugendamt den Grund der Umstrukturierung des Besuchsdienstes, der Teil des Gesamtkonzepts „Frühe Hilfen” ist.

Und deshalb informiert das Trio bei den Familienbesuchen nicht nur über das reichhaltige Angebot für Familien in der Stadt, angefangen bei Eltern-Kind-Treffs über Spielgruppen bis hin zu Frühfördermöglichkeiten, und präsentiert das Elternbegleitbuch mit zahlreichen Tipps, Adressen, Vordrucken und Gutscheinen, sondern bietet auch ganz konkrete Hilfestellung bei der Säuglingspflege an. „Beispielsweise bei der ersten Erkältung”, erklärt Britta Dammers. „Wir geben aber auch Tipps, bei Bedarf den richtigen Arzt zu finden”, ergänzt Tanja Deldique, „oder erklären das eine oder andere Hausmittelchen”.

Eltern haben nun die Möglichkeit, ergänzend zur Hebamme als erste Ansprechpartnerin, eine weitere fachlich-kompetente Beratung im gesundheitlich-pflegerischen Bereich in Anspruch zu nehmen, betont Bürgermeister Paul Larue. Ein Angebot, dass sich in Windeseile herumgesprochen hat. „Viele Eltern warten erst gar nicht unsere Anschreiben ab, sondern nehmen direkt Kontakt zu uns auf”, berichtet Tanja Deldique.

Rund 140 junge Familien hat das Trio seit Anfang Februar bereits besucht. Kaum ein Elternpaar schlägt die angebotene Hilfe aus, verweist Tanja Deldique auf einen Erreichungsgrad von 95 Prozent. Und ein gutes Dutzend hat auch bereits weitergehende Hilfsangebote genutzt. Denn im Einzelfall bietet das Trio nach Absprache auch eine individuelle, intensive Betreuung von Kindern und Eltern an. Für Bürgermeister und Jugendamt ist die große Akzeptanz ein Zeichen, dass der eingeschlagene Weg der präventiven, prophylaktischen Arbeit genau der richtige ist.

Neben dem Besuchsdienst sind die drei Kinderkrankenschwestern aber auch noch in weiteren Bereichen aktiv: An jedem zweiten und vierten Montag im Montag bieten sie beispielsweise in den Räumen des Awo-Tagespflegezentrums (Paradiesstraße) ein Schnullercafé an, einen offenen Treff für junge Eltern, die in lockerer Runde Erfahrungen austauschen können.

Darüber hinaus bieten sie vor allem in Kindertageseinrichtungen Präventionsvorträge an. Dabei geht es beispielsweise um die richtige Ernäherung, die Entwicklung des Säuglings, die richtige Schlafumgebung oder auch um Maßnahmen im Notfall. Erreichbar sind die Kinderkrankenschwestern im Rathaus unter Tel. 02421/25-2101 oder per E-Mail an: fred@dueren.de.
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