Frühe Elternhilfe Düren: Eine Hilfe, die auch ankommt

Von: Axel Keldenich
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Eine „Wundertüte“ mit Informationsbroschüren, einem Elternbegleitbuch und attraktiven Präsenten diverser Sponsoren bringen Natalie Dahmen (rechts) und Tanja Deldicque bei ihrem Begrüßungsbesuch bei in Dürener geborenen Kindern mit. Foto: Keldenich

Düren. Wenn in Düren ein Kind zur Welt kommt, erhalten die Eltern etwa zehn Wochen später Post von der Stadt, in der eine Mitarbeiterin der „Frühen Elternhilfe Düren“ (FRED) ihren Besuch ankündigt. Eine Initiative, die 2012 über 90 Prozent der Neugeborenen erreichte.

In Persona ist das dann entweder Natalie Dahmen, Tanja Deldicque oder Sandra Kutheus. Die drei erfahrenen Kinderkrankenschwestern haben den Begrüßungsdienst für Neugeborene übernommen. Diese Aktion der sogenannten Primärprävention ergänzt das Aufgabenspektrum im allgemeinen sozialen Dienst des städtischen Amtes für Kinder, Jugendliche und Familie.

Bei einem solchen Begrüßungsbesuch informieren die Fachfrauen dann die Mütter und Familien der Neugeborenen über alles Wissenswerte beim Start ins Leben. Das sind beispielsweise behördliche Tipps, diverse Informationsbroschüren oder ein Elternbegleitbuch. Einige der Hinweise gibt es auch in Türkisch.

„Das ist Hilfe, die ankommt“, sagt Bürgermeister Paul Larue, der daran erinnert, dass der erste Anstoß für die Neuerung seinerzeit im Stadtrat von Heidi Meier-Grass (BfD) kam. „Neben ihrem Fachwissen bringen die Beraterinnen noch eine Tasche mit, in der einige sympathische Beigaben stecken, die eine Reihe von Sponsoren ermöglichen.“ Wegen dieser Unterstützung birgt die Tasche etwa ein Paar Söckchen, ein Fieberthermometer, spezielle Baby-Hautcreme, ein Lätzchen, ein Pixi-Buch, eine Anmeldung für ein Sparkonto mit drei Euro Startkapital sowie sogenannte „Kinderfinder“. Das sind Aufkleber für die Kinderzimmertür, die es im Brandfall der Feuerwehr erleichtern, die Kinder zu orten. „Wir wollen mit der Frühen Elternhilfe Düren die Familien Neugeborener von Anfang an unterstützen, und nicht erst, wenn Not am Mann ist“, betont der Bürgermeister.

Und das ist im vergangenen Jahr gelungen. Tanja Deldicque berichtet, dass sie und ihre Kolleginnen im Jahr 2012 rund 91 Prozent der 741 in Düren Geborenen erreicht haben. In 13 Prozent dieser Fälle haben sie über die gängige Hilfe hinaus noch eine ausführlichere Hilfestellung gegeben und bei neun Prozent ihrer Klientel haben sie eine weiterführende Betreuung organisiert.

Die Stadt plant derweil, ihre Angebote zur Fürsorge gegenüber jungen Familien in Zukunft noch zu intensivieren. Ziel ist es, Dürener Familien oder Frauen in belasteten Lebenssituationen möglichst schon während der Schwangerschaft im Rahmen von FRED Hilfen anzubieten.

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