Düren - Friedrichshafen lässt Evivo wieder keine Chance

Friedrichshafen lässt Evivo wieder keine Chance

Von: Franz Sistemich
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Ein Block, ein Block: Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert kann sich nicht gegen den Block des VfB Friedrichshafen durchsetzen. Neun Mal packten die Hausherren zu. Foto: Günter Kram

Düren. Es bleibt dabei: Volleyball-Bundesligist Evivo Düren kommt am Bodensee einfach auf keinen grünen Zweig. Am gestrigen Abend bezwang der VfB Friedrichshafen Düren in drei Sätzen. 69 Minuten benötigte der FC Bayern München des deutschen Volleyballs für den Heimsieg. Um 19:16 Uhr war die Partie in der ZF Arena beendet.

Die Sätze 25:15, 25:20 und 25:14 bedeuteten die nächste Niederlage für die Rheinländer in Baden-Württemberg. In allen Sätzen waren die Hausherren schnell und deutlich in Führung gegangen und hatten diese Vorsprünge routiniert bis zum 25. Punkt zu Ende gespielt. Nur gegen Ende des zweiten Satzes hatten sich die „Häfler“ eine kleine schwächere Phase genommen.

Dürens Trainer Michael Mücke nahm die Verlustpartie gelassen hin: „Der VfB Friedrichshafen spielt halt auf Champions-League-Niveau, wir bringen die Leistung eines Bundesligisten. Und dann verliert man halt beim Tabellenführer 0:3.“

Die Vorzeichen standen für Dürens Volleyballer nicht nur schlecht, weil die Rheinländer noch nie beim VfB gewonnen haben, sondern auch, weil der Gast beim Spitzenreiter ersatzgeschwächt antreten musste: Mittelblocker Georg Klein hatte am Freitag beim Training mit Rückenproblemen aufgeben müssen. Die Hoffnung, dass der Nationalspieler dennoch am Bodensee mit Kapitän Jaromir Zachrich die VfB-Angriffe würde am Netz stoppen können, erfüllte sich nicht: Klein konnte nicht spielen. Der Nationalspieler blieb in Düren. Er nutzte das Wochenende für Reha-Maßnahmen. Für ihn rückte Tibor Filo in die Startformation.

Und auch auf der Libero-Position agierte zunächst nicht der etatmäßige Annahmespezialist. Michael Mücke ließ mit zwei Liberos spielen. Erik Mattson kam zwar im zweiten Abschnitt zum Einsatz, aber zu Beginn und auch im dritten Satz stellte sich Außenangreifer Andrew John Nally auf der Liberoposition den Aufschlägen der Friedrichshafener entgegen. Der Grund: Mattson war im Heimspiel gegen Aufsteiger VSG Coburg/Grub umgeknickt, konnte zu Beginn der Woche nicht trainieren.

Und deshalb beschloss der Coach: „Gegen den VfB spielen wir mit zwei Liberos.“ Denn sollte sich Mattson mal so verletzten, das er wirklich nicht spielen kann, müsste AJ Nally den Kanadier sowieso vertreten: „Also war diese Partie der richtige Test.“

Nally machte im Übrigen seine Sache sehr gut, wie Michael Mücke befand. Und auch die beiden anderen Annahmespieler, Steve Hunt und Matthias Pompe, widerstanden oft genug den gefürchteten Aufschlägen der Hausherren: „Da tat sich nicht viel“, befand Dürens Trainer.

Die gravierenden Unterschiede zwischen beiden Teams lagen in anderen Volleyball-Elementen. Zum Beispiel im Block: Neun Angriffe der Dürener wehrten die Gastgeber ab, die Rheinländer packten nur in fünf Fällen zu. Die Dominanz der Hausherren während der 69 Minuten zeigte sich aber vor allem in einem anderen Element: 15 Punkte machten sie aus der Abwehr heraus, Düren aber nur zwei. „Da zeigte sich halt der ganz große Unterschied zwischen dem Primus und uns“, bilanzierte Mücke und fuhr fort: „Wir können trotz der Niederlage erhobenen Hauptes nach Düren fahren.“

Die Rheinländer müssen die Niederlage auf jeden Fall schnell aus ihren Köpfen bekommen. In dieser Woche stehen noch zwei Partien an: Am Mittwoch erwartet Evivo Düren um 20 Uhr den Tabellenvierten TV Ingersoll Bühl in der Arena Kreis Düren, Samstag muss Düren beim CV Mitteldeutschland antreten. Ein Sieg im Osten der Republik ist Pflicht, gegen Bühl wünschenswert. Denn der Moerser SC, Dürens Konkurrent um den fünften Platz, hat den TV kürzlich besiegt.

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