Friedliche und fröhliche Narren feiern in Düren

Von: B. Geistert und G. Sellig
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An die 2500 Jugendliche kamen an Weiberfastnacht auf den Kaiserplatz in Düren.
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Kinderprinz Noah I. begrüßte die Narren und Jecken auf dem Marktplatz. Foto: B. Geistert, G. Sellig und A. Laaf
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„Bunte Piraten“ tummelten sich vor der Bühne auf dem Marktplatz... Foto: B. Geistert, G. Sellig und A. Laaf
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...ebenso wie ein Minnie-Mouse-Trio. Foto: B. Geistert, G. Sellig und A. Laaf
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Ein simpler Strohhut mit politischer Botschaft?
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Anne hat sich dieses Jahr als Krümelmonster verkleidet und nahm auch ihren flauschigen Freund mit. Foto: B. Geistert, G. Sellig und A. Laaf
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DJ Sandro Diaz spielte zum Auftakt auf dem Kaiserplatz. Foto: B. Geistert, G. Sellig und A. Laaf

Düren. Für Nadja (17) und ihre Freundin Maria (18) ist die Karnevalsfeier an Weiberfastnacht für Jugendliche auf dem Kaiserplatz in Düren jedes Jahr eine Pflichtveranstaltung. „Seit Jahren kommen wir hierher“, schreit Nadja gegen die Musik an, die von der Bühne wummert. Schließlich kenne man hier alle, treffe Freunde, habe Spaß, die Musik und die Stimmung seien am besten, ergänzt die junge Frau, die als Indianerin verkleidet ist.

Gegen 12 Uhr eröffnet der Dürener DJ Sandro Diaz (29) mit Karnevalsmusik die Party. Kurz danach steht die Band „Die Bremsklötz“ auf der Bühne und haut einen Song nach dem anderen raus. Der Platz füllt sich. Die Jugendlichen grölen, springen, tanzen, liegen sich in den Armen und nutzen jede Minute, um mit ihrem Smartphone Selfies oder Gruppenfotos zu machen.

Schließlich muss die Party bis ins Detail festgehalten werden. Alle wirken fröhlich und locker. „Nach einer ersten Bilanz können wir sagen, dass es eine sehr friedliche Veranstaltung ist“, sagt Peter Junker, Teamleiter Offene und Mobile Jugendarbeit der Stadt Düren. Ebenso zufrieden ist er mit der Organisation im Vorfeld und den Helfern wie Rotes Kreuz, Feuerwehr und Ordnungsamt. Etwa 2500 Jugendliche sind auf dem Platz und feiern. „Vermutlich werden es im Laufe des Tages noch mehr. Immerhin hatten die Schulen bis 13 Uhr noch Unterricht“, ergänzt Junker.

An das strikte Glasverbot, das auf dem Kaiserplatz gilt, halten sich die Jungen und Mädchen. Zwei Stunden nach Beginn der Veranstaltung sind die Böden der großen Tonnen an den Ein- und Ausgängen, die kontrolliert werden, nicht mal bedeckt.

„Endlich mal in Düren“

Gleich um die Ecke, auf dem Marktplatz, schunkeln und feiern die „erfahreneren“ Jecken zur Eröffnung des Straßenkarnevals. Vor der Bühne, auf denen Tommy Walter, Julia Kampmann oder die „Bremsklötz“ singen, ist die Menge übersichtlich – was per se nichts Schlechtes heißen muss. Im Gegenteil: „Ich arbeite seit 35 Jahren in Köln, habe immer den dortigen Karneval miterlebt – dieses Jahr will ich endlich mal in Düren feiern“, sagt Alfons Küpper aus Birgel, der im Partnerlook mit seiner Frau Edith eine optische Duftmarke setzt: Ihr Kostüm ist an das „Echte Kölnisch Wasser“ 4711 angelehnt. „Es muss nicht immer voll sein, so dass sich niemand mehr bewegen kann. Übersichtlich ist auch wunderschön.“ Ihm und seiner Frau gefällt das Programm „außerordentlich gut“.

Apropos Wasser: Trocken bliebe_SSRqs von oben nicht, zum Glück aber fing es erst gegen Ende des Programms an zu regnen. Nachwuchssänger Peter Prumbach sorgte ab 11 Uhr beziehungsweise 11.11 Uhr für Stimmung auf dem Marktplatz – mit ihm schunkelten Bürgermeister Paul Larue und dessen Frau Marion auf der Bühne.

Nur ein paar Jährchen jünger als der „Nachwuchsstar Prumbach“, wie er angekündigt wurde, ist Kinderprinz Noah I. (Clemens) – und viel schlechter singen kann er nicht.

Vier Strafanzeigen

Bei der abschließenden Bilanz des städtischen Jugendamtes am späten Nachmittag feiern laut Junker 3500 Jugendliche auf dem Kaiserplatz, neun Personen sind in Gewahrsam wegen Randalierens unter Alkoholeinfluss, es gibt vier Strafanzeigen, darunter eine wegen „erzwungener Küsse“ wie die Polizei sagt und 50 Hilfeleistungen für den Rettungsdienst. Am 8. März, im Jugendhilfeausschuss, wird über die Karnevalsfeier für das kommende Jahr gesprochen. Vor allem über die Finanzierung der Veranstaltung.

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