Niederzier - „Friedlich und ohne Gewalt“ mit dem Tagebau befassen

„Friedlich und ohne Gewalt“ mit dem Tagebau befassen

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Niederzier. „Eine sehr interessante und lehrreiche Exkursion.“ So lautete das Fazit der NaturFreunde (NF) nach einer Fahrt durch den Tagebau Hambach.

Zusammen mit dem NF-Landesvorsitzenden Leo Gehlen und dem NF-Bezirksvorsitzenden Bruno Barth ließen sich 21 Mitglieder von Dr. Harald Marx und Gregor Eßer von RWE in einer mehrstündigen Fahrt durch das 45 Quadratkilometer große Gelände die Bedeutung und zukünftige Entwicklung der Braunkohle erklären.

Vorgestellt wurde ein Fahrplan, der einen Rückgang der Braunkohleverstromung und damit auch der CO-Emissionen um 40 bis 50 Prozent bis 2030 vorsehe und damit im Einklang mit den nationalen und europäischen Klimaschutzzielen stehe, hieß es. Bei der Befahrung ging es um den gesamten „Spannungsbogen“: vom Freimachen der Fläche bis zur Rekultivierung der Teile, die ausgekohlt worden sind.

Die derzeitige Notwendigkeit der Braunkohle für Energieversorgung mit verlässlicher Planung, den Transport über kilometerlange Förderbänder der verschiedenen über der Kohle liegenden Erdschichten zu den Teilen, die rekultiviert werden, bis hin zum gesamten Areal der „Sophienhöhe“ bekamen die NaturFreunde die Erklärungen aus Sicht der RWE-Vertreter. Nach der „bergbaulichen Inanspruchnahme“ (RWE) entstehen abschnittsweise Waldgebiete von großem Freizeit- und Erholungswert und Lebensraum für Tiere und Pflanzen mit eigenem Schutzkonzept, darüber hinaus auch landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Die NF waren positiv überrascht, welche artenschutzrelevanten Tierarten inzwischen in diesem Bereich nachgewiesen wurden. Der gesamte Prozess des Tagebaus in Hambach sei mehr als die Umsiedlung von Menschen und die bekannten riesigen Schaufelbagger in einem großen Loch. Die NF aus dem Bezirk stehen für einen sozialverträglichen, planvollen Ausstieg aus der Braunkohleförderung, der nicht „von jetzt auf sofort“ gehen könne.

Erforderlich sei eine konsequente, langfristig ausgerichtete Energie- und Klimapolitik. Um dies zu erreichen, müsse man sich sachlich und rational und nicht emotional einseitig mit dem Tagebau auseinandersetzen – friedlich und ohne Gewalt. Die Befahrung des Tagebaus Hambach bestärkte die NF in ihrer Position.

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