Düren - Freiwilliges Ökologisches Jahr: „Alles andere als Öko-Hippies”

Freiwilliges Ökologisches Jahr: „Alles andere als Öko-Hippies”

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Die Betriebsgärtnerei der LVR-Klinik Düren ist ihr „Einsatzort”: Lisa Heidenreich.

Düren. Dass es das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) gibt, ist den meisten Menschen vertraut. Weniger bekannt, aber durchaus ebenso bedeutend, ist das Freiwillige Soziale Jahr im ökologischen Bereich (FÖJ). Beim diesem handelt es sich um ein einjähriges Engagement in einer gemeinnützigen Einrichtung oder Organisation im Umwelt- und Naturschutzbereich.

Lisa Heidenreich und Nico Frizen absolvieren derzeit ein solches Jahr in der Gärtnerei der LVR-Klinik Düren. Schon nach zwei Wochen fühlen sie sich nach eigenem Bekunden wohl und sind voller Tatendrang.

Mit dem Freiwilligen Ökologischen Jahr wird jungen Menschen ein Angebot für die persönliche und berufliche Lebensorientierung unterbreitet. „Ziel dabei ist vor allem, die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges Engagement aufzugreifen, zu fördern und durch die Vermittlung von Grundkenntnissen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes ökologisches Bewusstsein zu stärken”, sagt Thomas Hax-Schopenhorst von der LVR-Klinik. Auch die Einsicht, dass der Natur- und Umweltschutz nicht erst vor der Haustür beginnt, sondern für das eigene Handeln selbstverständlich wird, soll verstärkt werden. Das FÖJ, das der LVR im Rheinland an vielen Standorten anbietet, dauert zwölf zusammenhängende Monate.

Die sechzehnjährige Lisa Heidenreich und der achtzehnjährige Nico Frizen sind mit Herz und Verstand bei der Sache. Nach einer kurzen Eingewöhnung zeigten sie gleich Initiative. So beschnitten sie gemeinsam mit den Mitarbeitern Kopfweiden, um später aus dem gewonnenen Material mit Patienten im Rahmen eines Kursangebots daraus Körbe zu flechten. Zudem halfen sie beim Aufhängen neuer Nistkästen.

Eigeninitiative gefragt

Eigeninitiative ist bei Gärtnermeister Theo Reinartz sehr wohl gefragt. So werden die beiden jungen Freiwilligen hier und da mithelfen, aber auch selbstständig Projekte verwirklichen. Sie denken beispielsweise an eine Artenuntersuchung bei den zahlreich auf dem Klinikgelände lebenden Vögeln.

Den aufgeweckten jungen Leuten ist anzumerken, dass sie dieses Jahr sehr ernst nehmen und die gesammelten Erfahrungen für sich nutzen wollen. „Wir sind alles andere als Ökohippies, „die mit der Blume im Mund über die Wiese schlendern”, sagt Nico Frizen schmunzelnd. Und auch seine Kollegin bringt es auf den Punkt: „Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko konnte man wieder einmal sehen, dass es längst Zeit ist umzudenken!”

So blicken beiden auf ein ereignisreiches Jahr in der LVR-Klinik Düren.
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