Freiwillige Wehr hat endlich ihr eigenes Domizil

Von: Jörg Abels
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Die Löschzugführer Bernd Kü
Die Löschzugführer Bernd Kück und Marco Schmitz (v.l.) freuen sich über den funktionalen Zweckbau, den in den Wagenhalle drei Einsatzfahrzeugen Platz bietet. Foto: Abels

Düren. Zu ihren ersten Einsätzen sind die beiden Innenstadt-Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Düren aus ihrem neuen Domizil heraus schon gestartet. Und mittlerweile weiß auch jeder der rund 70 aktiven Helfer, wo seine persönlichen Ausrüstungsgegenstände liegen. Handgriffe und Ablaufmuster haben sich im neuen Gebäude eingespielt.

1,45 Millionen Euro hat die Stadt Düren in den vergangenen Monaten in die Hand genommen, um den „Freiwilligen” nach Jahrzehnten des stiefmütterlichen Daseins im Obergeschoss der Hauptwache - Kleiderspinde standen beispielsweise auf den Fluren - endlich ein eigenes, den Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht werdendes Gebäude zu bauen.

Ermöglicht wurde die Umsetzung der bereits Ende 2000 konzipierten Pläne auch in diesem Fall nur dank des Konjunkturpakets II der Bundesregierung. Ohne die Finanzspritze aus Berlin hätte die Feuerwehr angesichts der klammen Stadtkasse noch länger auf die neuen Räume warten müssen, wie Bürgermeister Paul Larue bei der offiziellen Übergabe einräumte.

Er sprach daher von einem „bedeutenden Tag” für die Dürener Feuerwehr. Mit einem Volumen von 1,35 Millionen Euro - den Rest steuerte die Stadt aus eigenen Mitteln bei - ist der Erweiterungsbau die größte Dürener Einzelmaßnahme im Rahmen des Konjunkturpaktes.

Entstanden sei ein „funktionaler Zweckbau”, wie Wehrleiter Jürgen Pelzer betonte, kein Prestigeobjekt. „Wie auch drei der letzten vier neu angeschafften Fahrzeuge der Feuerwehr Renaults waren und keine Mercedes”, konnte sich der Stadtbrandinspektor einen kleinen Seitenhieb in Richtung Vize-Bürgermeister Hubert Cremer (FDP) nicht verkneifen, der der Feuerwehr zuletzt in der Diskussion um die Anschaffung einer zweiten Drehleiter einen Hang zum Luxus vorgeworfen hatte.

Das neue Gebäude hat eine direkte Zufahrt auf die Euskirchener Straße. Die Fahrzeughalle im Erdgeschoss bietet auf 250 Quadratmetern Platz für drei Einsatzfahrzeuge. Daneben befinden sich die Räume der beiden Löschzüge. Im Obergeschoss ist der vorbeugende Brandschutz der Berufsfeuerwehr untergebracht und seitlich am Gebäude wurde zu Übungszwecken ein teilweise verkleidetes Treppenhaus errichtet.

„Wichtig ist, dass die beiden Löschzüge jetzt nach Außen hin auch eine eigene Identität haben”, betonte Pelzer mit Blick auf neue Mitglieder. Und erste Erfolge können die beiden Löschzugführer Marco Schmitz und Bernd Kück bereits vermelden, insbesondere in den beiden Jugendabteilungen, die mittlerweile wieder rund 20 Mitglieder stark sind.
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