Merzenich - „Freiwerker“ stellen im Wasserturm aus

„Freiwerker“ stellen im Wasserturm aus

Von: ch
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Laden ein zur neuen Ausstellung im Merzenicher Wasserturm: Cilly Baum, Petra Janßen, Barbara Irmen und Wilfried Baum (von links) bilden zusammen die Künstlergruppe „Frei Werk“. Foto: Christoph Hahn

Merzenich. Es kehrt wieder Leben in den Merzenicher Wasserturm ein, Leben, das so ist wie das Leben ringsum – quirlig und bunt. Bis zum 20. September sind in dem historischen Bauwerk an der Mühlenstraße die Mitglieder der Künstlergruppe „Frei Werk“ eingekehrt.

Unter dem Titel „StRuKtuReN“ zeigen im Wasserturm Cilly Baum, Wilfried Baum, Petra Janßen und Barbara Irmen ihre Arbeiten.

Zwei Jahre arbeiten die vier Künstler jetzt zusammen, sie haben sich alle in der Lendersdorfer Kunstakademie kennengelernt und wagen in Merzenich nun die dritte gemeinsame Ausstellung an. Abstrakte Bilder, aus und in Metall geschnittene und gebrannte Figuren, farbige Objekte und mehr: Für ihre kleine Zahl bieten die vier „Freiwerker“ eine erstaunlich große Vielfalt an kreativen Ansätzen.

Selbst machen sie es sich auch ganz und gar nicht leicht dabei, sich und ihre Kunst auf einen Schauplatz wie den Wasserturm einzupendeln: „Wir unterhalten uns erst mal über einen Ort – und dann sehen wir uns alle Werke im Überblick an“, erklärt Wilfried Baum die Herangehensweise. Petra Janßen ist dabei der den Präsentationen vorausgehende Prozess wichtig, bei dem es vor allem um „konstruktive Kritik“ geht, denn: „Das Üben der visuellen Sprache ist uns wichtig.“

Medien und Botschaften, falls es denn Botschaften überhaupt gibt, können dabei sehr unterschiedlich sein. So fühlt sich Wilfried Baum etwa durch seine Naturverbundenheit angetrieben und bearbeitet nicht nur Metall, sondern formt auch Stein und Holz zu Skulpturen.

Cilly Baum, die in Eggersheim wohnt und arbeitet, empfängt manche Anregung von ihrem Mann (und der auch von ihr). Ihre Kreativität drückt sich vor allem in „Menschen-Bildern“ aus.

Barbara Irmen mal in Acryl und Öl. Ihr ist vor allem eines wichtig: „Es entstehen Bilder, die das Ungesagte, das Denkbare und das Fühlende sichtbar machen.“ Und auch Petra Janßen will in einer ähnlichen Weise „den inneren kreativen Prozess sichtbar machen“.

Erkennbare Architekturen, reine Farblandschaften und andere Ansätze: Der Besuch im Wasserturm lohnt sich – und das Gespräch mit den Künstlern gibt es quasi obendrein. Denn ein Kennenlernen auf Distanz ist in dem ehemaligen Speicher für köstliches Nass schon der Bauweise wegen absolut unmöglich.

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