Freies Spiel ganz ohne ein Korsett

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
commerzbank_bu
Eine Jam-Session mit hochkarätigen Musikern ist das Geschenk der Commerzbank zum 20. Geburtstag des Jazz-Clubs. Die Veranstaltung ist eine Premiere für die neue Bankleitung, wie der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Michael Görtz (3.v.l.), erläuterte. Foto: Schmitz

Düren. Musikalisch spannend, möglicherweise experimentell, mit überraschenden Loops und glänzenden Improvisationen: So verspricht der traditionelle Jazz-Abend der Commerzbank (Dresdener Bank) im Rahmen der Dürener Jazztage zu werden.

Sonnig gelb leuchtet das neue Logo der Bank, und ein sonniges Gemüt soll allen Jazzfreunden am Donnerstag, 12. August, im Bankgarten zuteil werden. Kein Konzert ab 20 Uhr ist geplant, sondern eine Jam-Session, von der keiner weiß, was sie bringen wird, aber alle wissen, dass nur Gutes dabei herauskommen kann. Dabei handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk der Bank zum „Zwanzigsten” der Jazztage.

Und aus der Geburtstagstorte werden acht Musiker „springen”, denen der Jazz in seiner Vielfalt im Blut liegt: Top-Gitarrist Gregor Hilden, einer der besten Blues-Gitarristen mit fantasiereichem und gefühlvollem Spiel; Sascha Oeing, der Mann der Bassläufe, die schon Al Copley oder Albie Donelli zu schätzen wussten; Dirk Brand an den Drums, ein „Schlagwerk-Gigant, der schon für den Rhythmus bei Gloria Gaynor, John Wetton oder Stevie Woods sorgte; Horst Bergmeyer, einer der gefragtesten Keyboarder der Bluesszene mit Auftritten bei Sydney Youngblood, Ron Williams oder Supercharge sowie Saxofonist Thomas Feldmann, der mit seinem rasanten Spiel begeistert.

Eine Entdeckung der Szene

Mit Trompeter Mike Williams aus den USA kommt einer der besten Louis Armstrong-Interpreten nach Düren. Der Special Guest an diesem Abend ist die amerikanische Sängerin Harriet Lewis, die als Blues-, Soul- und Jazzsängerin besticht. Sie stand schon mit Eric Clapton, Ray Charles und Mariah Carey auf der Bühne. Auch eine Entdeckung der Jazz-Szene kommt an die Rur: die aus Zimbabwe stammende Jazz-Perle Caroline Mhlanga mit einer wunderbar dunkel gefärbten Stimme voller Nuancen.

Ein „einmaliges und einzigartiges Jazz-Meeting” erwartet die Besucher, waren sich die Bank-Vertreter sowie Rolf Delhougne und Nico Bellgardt vom Dürener Jazzclub einig. Erst kurz vor ihrem gemeinsamen Gig werden sich die Musiker treffen und absprechen, um der Jam-Session, die rund anderthalb Stunden dauert, ein wenig Kontur zu geben. Das „freie Spiel” steht aber im Vordergrund. Jazz-Musiker lassen sich nicht in ein Korsett zwingen.

Heribert Klein führt in gewohnter lockerer Weise durch die Veranstaltung, die eine Premiere für die neue Bankleitung ist. Sie sieht den Jazz-Abend im Freien als „eine gesellschaftliche Verpflichtung” an, mit dem positiven Signal, dass auch unter gelber Flagge die Beteiligung an den Jazztagen Bestand haben wird. Ein entsprechendes „Glaubensbekenntnis” war jedenfalls dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Michael Goertz, der vom Rhein an die Rur gekommen war, zu entlocken. Viel erreichen möchte auch Carmen Creutz von der Dürener Unicef-Gruppe. Erlöse aus der Veranstaltung werden wieder in das Projekt „Schulen in Afrika” fließen. Bisher sind schon rund 40000 Euro aus der Konzertreihe für diese Hilfsmaßnahme zusammengekommen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert