Frauenkammerchor „AnnaBells“ überzeugt in der Annakirche

Von: gkli
Letzte Aktualisierung:
11432102.jpg
Die „AnnaBells“ lieferten unter der Leitung von Hans-Josef Loevenich im Seitenschiff der Annakirche eine mehr als ansprechende Leistung ab. Sie wagten sich an diverse Werke zeitgenössischer Komponisten. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. „Wenn Sie meinen Namen auf das Plakat setzen, dann kommt keiner“, soll der Komponist Willy Giefer zum Dürener Regionalkantor Hans-Josef Loevenich gesagt haben, als die beiden das Konzert planten, das am Samstagabend in der Annakirche in Düren erfolgreich stattfand.

Mit einem wirklich mutigen Programm, gespickt mit vielen Werken zeitgenössischer Komponisten, wagte Loevenich dennoch den Schritt in die Öffentlichkeit. Was ihn vermutlich auch animiert hat, den mutigen Schritt zu gehen, ist das Wissen, mit dem Frauenkammerchor „AnnaBells“ ein selten gutes Gesangsensemble vor sich zu wissen.

Denn nur wirklich gut ausgebildete und professionell agierende Akteure sind in der Regel in der Lage, zeitgenössische Musik in ansprechender Weise dem Publikum nahe zu bringen.

Die ungewohnten Klänge, präsentiert von Gelegenheitskünstlern, das gibt in der Regel nichts Überzeugendes.

Die Leistung der „AnnaBells“ überzeugte absolut. Klare Frauenstimmen, in jeder Tonlage stimmsicher und homogen im Gesamtklang, lieferten eine tolle Leistung. Gut die Wahl, das Konzert im Seitenschiff der Annakirche und nicht etwa am Hauptaltar stattfinden zu lassen.

Die trockene Akustik, bedingt durch die niedrige Decke im Seitenschiff, war Balsam für die Musik. Die Klänge wurden nicht verdeckt von gigantischem Kirchenhall, der sich wie fette Schminke auf ein schönes Gesicht legt.

Stattdessen ließ die ehrliche Akustik die Klänge in ihrer natürlichen Schönheit aufblühen. Zum Frauenchor gesellte sich noch eine Flöte, die die Poesie, die der Text enthält, in Töne umwandelte.

Hörenswert auch der erste Satz des „Geistlichen Konzerts für Viola und Orgel“, ebenfalls komponiert von Willi Giefer, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte. Immer wieder stellte Hans-Josef Loevenich der zeitgenössischen Originalliteratur auch Werke von Johann Sebastian Bach gegenüber. Ein sehr reizvoller Kontrast, wenn er denn so gekonnt und geschmackvoll gemacht wird wie am Samstag in der Annakirche. Als Solisten traten Katrin Heller (Querflöte) und Rebekka Zachner (Viola) auf.

Der Applaus, den die Zuhörer immer wieder spendeten, war sowohl für die Ausführenden als auch für die zeitgenössischen Komponisten wohl verdient.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert