Frauen-Café: Wo Frauen mit Kindern neue Kontakte knüpfen

Von: Anne Wildermann
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Plaudern bei Kaffee und selbst gebackenen Kuchen (v.l.): Ehrenamtliche Helferin Klaudia Feron, Simon und seine Mutter Melanie Cremer, Gabi Metz, die auch ehrenamtlich für das Frauen-Café aktiv ist und Helga Martin, die regelmäßig als Gast kommt. Foto: Wildermann

Düren. Der Duft von frisch gebrühten Kaffee zieht durch die Räumlichkeiten das Café „Lichtblicks“ an der Friedrichstraße in Düren. Es ist Nachmittag und eben Zeit für einen Kaffeeklatsch. Allerdings nicht für die Kunden des Café „Lichtblicks“, sondern nur für Frauen, die verheiratet oder alleinerziehend sind, Single, Einkommensschwache, chronisch Kranke oder andere Nöte haben.

Das kostenloses Angebot gibt es seit September 2016 und findet jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in den Räume des Café „Lichtblicks“ statt. Finanziert wird das Angebot von Privatleuten. Klaudia Feron (47) ist arbeitet seit September ehrenamtlichen für das Frauen-Café. Seit fünf Jahren engagiert sie sich auch für das Café „Lichtblick“, dessen Träger der Verein „In Via“ ist. „Die Frauen, die zu uns kommen, kommen deshalb, weil hier nur Frauen sind. Es würde eine zu große Unsicherheit entstehen, wenn hier ein Mann an meiner Stelle sitzen würde“, erklärt Feron und blickt auf die Uhr.

Es Punkt 15 Uhr und ein erster weiblicher Gast kommt herein. Sofort plaudert Feron ein wenig mit der Besucherin und Kollegin Gabi Metz (52) setzt sich mit der Frau an den gedeckten Tisch und gießt Kaffee ein und bietet Kuchen an. „Der Kuchen wird von unserer Küche, die für das Café Lichtblick zuständig ist, selbst gemacht. Hin und wieder gibt es sogar Torte“, sagt Feron.

Bisher kommen im Schnitt sieben bis neun Frauen zum Frauen-Café. Zwei, drei Kinder seien laut Feron auch darunter, die dann in einer Ecke spielen oder malen. An diesem Nachmittag ist nur Simon (5) da, der mit seiner Mutter Melanie Cremer (40) gekommen ist.

„Seit Oktober vergangenen Jahres komme ich hierher, weil es eine sehr schöne Atmosphäre ist und ich gerne neue Kontakte knüpfen“, sagt Cremer, die seit 15 Jahren in Düren wohnt und von sich sagt, dass sie kaum private Bekanntschaften habe. Über einen Plakat ist sie auf das wöchentliche Angebot damals aufmerksam geworden. Sohn Simon kommt immer mit und freut sich.

„Schön wäre es, wenn auch mehr oder öfter andere Kinder für ihn hier wären“, sagt Cremer, die verheiratet ist und noch eine zwölfjährige Tochter hat. Das erste mal kam sie mit einer Freundin zum Kaffeeklatsch, aber „weil die berufstätig ist, kann sie sehr selten mit“, ergänzt Cremer. Mit einer Frau ist die Mutter bereits intensiver ins Gespräch gekommen. Beide wollen demnächst schwimmen gehen und in die Freikirche gehen.

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