Frau sticht und hämmert auf schlafenden Ehemann ein

Von: Jörg Abels
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Eine 41-jährige Frau ist in der Nacht zum Sonntag in Großhau mit einem Messer und einem Hammer auf ihren schlafenden Ehemann losgegangen. Symbolbild: dpa

Großhau. Eine Bluttat hat das beschauliche Großhau erschüttert. Wie erst am Dienstag bekannt wurde, ist eine 41-jährige Frau in der Nacht zum Sonntag mit einem Messer und einem Hammer auf ihren schlafenden Ehemann losgegangen. Mehrfach muss sie auf ihn eingeschlagen und eingestochen haben. Dass der 45-Jährige die Tat überlebte, grenzt an ein Wunder.

„Es wurden keine Organe lebensgefährlich verletzt“, gab der Aachener Oberstaatsanwalt Wilhelm Muckel auf Anfrage bekannt.

Von den Schlägen und Stichen aus dem Schlaf gerissen, schaffte es der Ehemann sogar noch, auf seine Frau einzureden. „Als er sie eindringlich bat, aufzuhören, kam sie zur Besinnung und ließ von ihm ab“, teilte Muckel mit.

Ein mit im Haus wohnender Sohn des Opfers rief zuerst den Notarzt und alarmierte dann die Polizei, die die Frau festnahm. Die 41-Jährige wurde am Dienstag am Amtsgericht Düren dem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen, der unter Auflagen nicht vollstreckt wurde. Zu Details wollte sich Muckel nicht äußern.

Auch wenn die 41-Jährige in Tötungsabsicht auf ihren Ehemann losgegangen sein solle, sei sie rechtlich gesehen freiwillig von der versuchten Tötung zurückgetreten, erklärte der Oberstaatsanwalt. Sie hätte ja durchaus noch die Möglichkeit gehabt, weiter auf ihren bereits verletzten Ehemann einzuschlagen und einzustechen.

Es gibt nach Auskunft der Staatsanwaltschaft keinen Hinweis auf eine seelische Störung bei der Täterin. „Das Ganze war offenbar das Ergebnis eines Beziehungskonflikts, der sich über längere Zeit aufgeschaukelt hat“, erklärte Muckel. Die Ermittlungen dauern an.

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