Niederzier/Düren - Frau sticht mit Küchenmesser auf Ehemann ein

Frau sticht mit Küchenmesser auf Ehemann ein

Von: -hp.
Letzte Aktualisierung:

Niederzier/Düren. Ein unrühmliches Ende hat die Ehe eines Paares in der Gemeinde Niederzier gefunden.

Ohne Vorwarnung attackierte eine 42 Jahre alte Verkäuferin ihren Mann am 14. Juli des vergangenen Jahres mit einem Küchenmesser.

Der 48-jährige Arbeiter wurde an Hals und Schulter verletzt, konnte aber durch eine Notoperation gerettet werden und war nach zweiwöchigem Krankenhausaufenthalt wieder wohlauf. Glück für ihn und seine inzwischen von ihm getrennt lebende Ehefrau: Die Attacke blieb ohne Folgeschäden.

Noch am Tattag wurde die 42-Jährige festgenommen und blieb bis 24. August in Untersuchungshaft. Sollte das Urteil des Schöffengerichts rechtskräftig werden, muss sich die Frau allerdings auf eine längere Zeit hinter Gittern einstellen. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen verurteilte sie wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Gefängnis.

Vor Gericht wurde deutlich, dass es in der Ehe oft Reibungspunkte gab. Einerseits kam die immer wieder aufkeimende Eifersucht des Mannes zur Sprache, dem dann auch schon mal die Hand ausgerutscht sein soll, andererseits suchte die Frau zusehends Trost im übermäßigen Alkoholkonsum.

Eine Gutachterin kam zu dem Ergebnis, dass es keinen Grund für verminderte Schuldfähigkeit gebe. Dramatisch zugespitzt hatte sich das familiäre Klima, nachdem der erwachsene Sohn seinen Wagen zu Schrott gefahren hatte. Um ihm zu helfen, hatte die Mutter ohne Wissen ihres Ehemannes rund 7000 Euro von einem Bausparvertrag genommen.

Nachdem die Bausparkasse dem Ehemann schriftlich die Kontoauflösung mitteilte, sprach die Frau zunächst noch von einem Irrtum der Bank. An dem Tag, als die Angelegenheit dann bei der Bausparkasse geklärt werden sollte, griff die Frau zum Messer. Zuvor hatte sie noch versucht, ihren Mann durch Zärtlichkeiten von dem Termin abzuhalten.
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