Vossenack - Franziskus-Gymnasium will den Wald umwandeln

Franziskus-Gymnasium will den Wald umwandeln

Von: sal
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Vossenack. Biologische Vielfalt ist die Grundlage allen Lebens; die Vereinten Nationen haben 2010 zum „Internationalen Jahr der Artenvielfalt” erklärt, um auf den weltweit akut drohenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam zu machen. Ein für Deutschland innovatives Projekt zur Zertifizierung von Nationalpark-Schulen ist nun gestartet worden.

Schulen sollen die Möglichkeit erhalten, sich inhaltlich näher mit dem Nationalpark und dem mit ihm verbundenen „Wildnisgedanken” zu befassen. Seit letztem Jahr beteiligt sich auch das Franziskus Gymnasium in Vossenack an diesem Projekt mit einer neu ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft aus Lehrern und Schülern.

Die Wald-Arbeitsgemeinschaft (AG), unter der Leitung der Biologielehrerinnen Elisabeth Hövels-Höfler und Kerstin Peuser, trifft sich seitdem alle zwei Wochen. Die AG ist für die Schüler freiwillig und findet im Anschluss an den regulären Unterricht nach der 6. Schulstunde statt.

Ziel ist es, den auf dem Schulgelände befindlichen Wald in einen naturnahen eifeltypischen Wald, der als Lehrwald und zur Anschauung für Unterrichtszwecke dienen soll, umzugestalten. Ebenfalls soll für den Kunstunterricht eine Stein- und Tonwerkstatt entstehen.

Kürzlich wurde ein „Waldaktionstag” ins Leben gerufen. Erstes Ziel des Aktionstages war das Bauen und Anstreichen von Holzbänken für das geplante „grüne Klassenzimmer” in freier Natur. Tatkräftige Unterstützung gab es dabei von vielen handwerklich-begabten Eltern.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Dr. Peter Cordes erläuterte Referent Markus Schmitz, ehemaliger Lehrer des Gymnasiums (1993-2001) und Mitarbeiter des Arbeitskreis Bildung und Pädagogik des Fördervereins Nationalpark Eifel, noch einmal die genaue Vorstellung und Zielsetzung des Projekts „Nationalpark-Schule Eifel”.

Eine böse Überraschung hatten die Mitglieder der Wald-AG bereits Mitte der Woche erleben müssen: Rund 45 der 160 neu im Rahmen der AG gepflanzten Bäume wurden von roher Hand aus dem Boden gerissen und vertrockneten.

Zum 12. GEO-Tag der Artenvielfalt schrieb das Magazin GEO einen Schülerwettbewerb aus. Schüler aller Altersklassen sind aufgerufen, ein „Stück Natur” vor der eigenen Haustür möglichst genau zu untersuchen und die Ergebnisse anschließend zu dokumentieren. Der Anreiz liegt allerdings nicht im Gewinnen des Wettbewerbs, sondern in der Ambition, den Schülern die Mannigfaltigkeit der Tier- und Pflanzenwelt vor der eigenen Haustür näher zu bringen.

Und so sammelten sich in der Pausenhalle nach einem gemeinsamen Mittagessen zahlreiche Aufzeichnungen der verschiedensten Pflanzen und Tiere: von der kleinen Sternmiere bis zum Hahnenfußgewächs, von der Schildwanze bis zur Schnabelfliege - nichts entging den rund 70 fleißigen Waldarbeitern.
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