Frank Leßenich besucht Kinder von Albuera: Hilfe als Herzensangelegenheit

Von: bugi
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14 Häuser konnten mit Dürener Hilfe wieder aufgebaut werden, 52 Kinder erhalten täglich eine Schulspeisung. Erstmals hat Frank Leßenich auch sein Patenkind kennengelernt. Foto: Privat
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14 Häuser konnten mit Dürener Hilfe wieder aufgebaut werden, 52 Kinder erhalten täglich eine Schulspeisung. Erstmals hat Frank Leßenich auch sein Patenkind kennengelernt. Foto: Privat

Düren/Albuera. Freundlich. Herzlich. Dankbar. Zufrieden. Mit diesen Worten beschreibt Frank Leßenich aus Düren die Menschen, die er in Albuera auf den Philippinen getroffen hat. „Ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele zufriedene Menschen kennengelernt“, sagt er. Zwei Wochen war Leßenich in dem Ort, der rund 1000 Kilometer von der Hauptstadt Manila entfernt auf der Insel Leyte liegt.

Leßenich war das erste Mal in Albuera, dabei engagiert er sich seit nun dreieinhalb Jahren für die Menschen vor Ort. Auslöser dafür war im Jahr 2013 ein Taifun auf den Philippinen, der Tausende Menschenleben kostete, einen Großteil des Ortes zerstörte und der auch einen Dürener betraf. Volker Stenz lebt dort, konnte sich und seine Familie damals retten und organisierte anschließend Hilfe für seine Nachbarn.

In Düren gründete sich damals sehr schnell eine Unterstützergruppe. „Bis heute haben wir rund 30.000 Euro an Spenden sammeln können“, erzählt Leßenich. Mit diesem Geld wurden 14 Häuser in der Nachbarschaft von Stenz wieder aufgebaut, zudem floss Geld in den Wiederaufbau und die Ausstattung einer Grundschule und einer weiterführenden Schule. Parallel dazu gibt es eine Schulspeisung für 52 Kinder.

Finanziert wird die von Menschen aus der Dürener Region, die Patenschaften für die Kinder übernommen haben. Leßenich, der sich in Düren beim Kinderkarneval engagiert, freut sich besonders darüber, dass viele Karnevalisten Patenschaften übernommen haben. „Weitere Patenschaften können wir leider nicht vermitteln, weil die Kapazitäten ausgereizt sind“, sagt Leßenich, der stattdessen nun mit weiteren Spenden sicherstellen will, dass die betreuten Kinder eine medizinische Versorgung erhalten oder mit einer Schuluniform ausgestattet werden können.

Natürlich hat auch Leßenich selbst eine Patenschaft übernommen. „Ich habe mein Patenkind zum ersten Mal in den Arm nehmen können. Das war auch für mich ein sehr bewegender Moment“, erzählt Leßenich, der seit einer Woche von den Philippinen wieder zurück ist und seitdem jeden Tag von seinem Patenkind eine Nachricht via Facebook erhalten hat. „Für mich ist diese Hilfe eine Herzensangelegenheit, und die Menschen sind ein bisschen wie meine Familie geworden“, sagt Frank Leßenich, dem bewusst ist, dass er die Armut, die dort herrscht, nur begrenzt lindern kann.

Überwältigt ist er besonders von der Dankbarkeit, die ihm entgegengebracht wurde, und die ihm teilweise auch etwas peinlich ist. So wurde er zum Beispiel vom regionalen Bildungsminister mit einer Urkunde geehrt, der mit Dürener Hilfe wiederaufgebaute Stadtteil wurde gar „Neu-Leßenich“ benannt. Wichtiger ist für Leßenich eine andere Erfahrung: „Wenn man diese Armut sieht, lernt man die einfachsten Dinge wieder zu schätzen, eben weil sie nicht selbstverständlich sind.“

Um alle Eindrücke, die Leßenich vor Ort gesammelt hat, zu verarbeiten, wird er noch Zeit benötigen, sagt er. Sicher ist aber, dass die Hilfe für die Kinder von Albuera für ihn noch ein Stück näher ans Herz herangerückt ist.

Spendenkonto: Kids von Albuera-Fonds, Frank Leßenich, Sparkasse Düren, IBAN DE60 3955 0110 1200 2379 39.

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