Frank Dreßen: Viel Vorfreude auf Rosenmontag

Von: Sandra Kinkel
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Rosenmontag in Kreuzau – für Frank Dreßen geht übermorgen ein Traum in Erfüllung. Foto: Sandra Kinkel
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Prinz mit Herz: Frank Dreßen ist Narrenherrscher in Kreuzau. Foto: Sandra Kinkel

Kreuzau. Eins ist Frank Dreßen besonders wichtig. Der 52-jährige Kreuzauer Karnevalsprinz wünscht sich ein „gewaltfreies Feiern aller Karnevalisten“. „Es hilft, auch fremde Menschen einfach einmal in den Arm zu nehmen und zu schunkeln. Und der Karneval im Rheinland funktioniert auch so einfach.“

Ralf Dreßen weiß genau, wovon er spricht. Der Maler- und Lackierermeister ist seit 32 Jahren Mitglied der Traditionsgesellschaft „Ahle Schlupp“ und geht jetzt auch noch als Prinz Frank I. in die Annalen des Kreuzauer Karnevals ein. „Karnevalsprinz zu sein, ist schon immer mein Traum“, sagt Dreßen. „Ich habe immer schon eine Gänsehaut bekommen, wenn ein Karnevalsprinz mitsamt Gefolge in einen Saal marschiert. Aber ich wollte mindestens 50 Jahre alt sein, um dieses Amt zu übernehmen.“

Genau erklären kann Frank Dreßen die selbst gesteckte Altersgrenze nicht. „Ich glaube einfach, dass es von Vorteil ist, wenn man in seinem Leben wirklich angekommen ist. Und ich wollte, dass meine jüngste Tochter alt genug ist, um mit von der Partie zu sein.“ Frank Dreßen ist nämlich nicht nur selbst großer Karnevalsjeck, auch seine Familie ist vom „Bazillus Fastelovend“ total infiziert. Die große Tochter ist als Büttenrednerin unterwegs, die älteren Enkelinnen tanzen in der Garde.

„Ich habe die Session bis jetzt sehr genossen“, sagt Dreßen. „Und ich hatte nicht den Eindruck, dass meine Zeit als Prinz ein Sprintduell war. Klar ist die Session sehr kurz, aber es hat alles gut funktioniert. Ich hatte unglaublich viele persönliche Begegnungen. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass ich so viele Leute in Kreuzau kenne.“ Ralf Dreßen ist Ur-Kreuzauer, nach Narrenherrschern aus Leversbach, Konstanz und Hamburg ist nun wieder einmal ein Urgestein aus dem Zentralort der Rureifelkommune Prinz. „Natürlich macht das die Session persönlicher“, sagt „Ahle-Schlupp“-Präsident Peter Kaptain. „Am wichtigsten ist jedoch, dass unsere Prinzen alle mit vollem Herzen dabei sein.“

Um die 20 Auftritte wird Dreßen am Abend des Rosenmontags absolviert haben, wobei der Rosenmontagszug sicher einer der Höhepunkte seiner Session sein wird. Auf dem Prinzenwagen symbolisiert ein riesengroßer Farbeimer den Beruf des Prinzen. Fohlen-„Jünter“, das Maskottchen von Fuball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach, symbolisiert eine weitere Leidenschaft des Narrenherrschers.

Seit jeher gehört der Kreuzauer Karnevalszug zu den größten und fantasievollsten im Dürener Land, auch wenn es gerade im vergangenen Jahr viele junge Leute im Zug gegeben hat, die nicht wirklich durch ihre schönen Verkleidungen aufgefallen sind. „Uns ist das Problem bekannt“, sagt Heribert Kaptain. „Und wir versuchen auch, es zu lösen.“ Grundsätzlich, so Kaptain, sei es wichtig, auch viele junge Leute im Zug zu haben. Nicht selten entwickelten sich auch aus den Schülergruppen in den Folgejahren wirklich toll kostümierte Zugteilnehmer des Kreuzauer Rosenmontagszuges.

„Und deswegen freuen wir uns sehr, dass die Abschlussjahrgänge von Gymnasium und Realschule auch dieses Jahr wieder beim Zug dabei sein.“ Man habe mit allen Gruppen regelmäßige Gespräche geführt. Kaptain: „Wir haben viel erklärt und den jungen Leuten auch deutlich gemacht, dass einheitliche Kostüme sehr wichtig sind. Ich bin überzeugt, dass sich in diesem Jahr alle daran halten werden. Wenn es nicht funktioniert, behalten wir es uns vor, Gruppen rauszunehmen.“

Auch in Sachen Sicherheitskonzept sind Peter Kaptain und seine Mitstreiter auf den Rosenmontagszug gut vorbereitet. Kaptain: „Wir haben erneut Gespräche mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt und Polizei geführt. Wir haben 25 Personen in der Zugleitung. Das, was wir tun konnten, haben wir getan. Aber natürlich können wir keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Die gibt es nie.“

Festhalle ausverkauft

Nach dem Zug feiern Frank Dreßen und die Kreuzauer Jecken in der bereits ausverkauften Kreuzauer Festhalle. „Am Sonntag räumen wir noch alle zusammen auf, am Mittwoch gibt es ein kleines Fischessen.“ Und dann hat der Alltag Frank Dreßen wieder.

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