Forum Medizin: Wenn es im Rachen wieder einmal brennt

Von: Stephan Johnen
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Die Chefärzte Alexander Eisenkrein (l.) und Dr. Uwe Fander werden Rede und Antwort stehen.

Lendersdorf. Nach einem fetthaltigen, besonders üppigen oder scharfen Essen, das von einem Glas Wein begleitet wurde, stellt sich schon einmal Sodbrennen ein. Magentabletten sorgen meist für schnelle Linderung. Doch wenn einem die Säure regelmäßig sprichwörtlich bis zum Hals steht, besteht Handlungsbedarf.

Sodbrennen und Aufstoßen sind Symptome der Refluxkrankheit, bei der die Magensäure vom Körper nicht mehr richtig aus der Speiseröhre in den Magen zurückgeführt wird. Auf Dauer kann dies zu einer Entzündung oder Verengung der Speiseröhre und in seltenen Fällen sogar zu Krebs führen.

Die Volkskrankheit Sodbrennen steht im Mittelpunkt unseres kostenlosen Forums Medizin, zu dem die Dürener Zeitung in Kooperation mit der Caritas-Trägergesellschaft West und der Krankenkasse AOK für Mittwoch, 8. Juni, ins St.-Augustinus-Krankenhaus Lendersdorf einlädt. Beginn ist um 18 Uhr im Konferenzraum auf der sechsten Etage, Besucher können kostenlos auf dem Parkplatz des Hospitals parken.

Chefarzt Dr. Uwe Fander (Innere Medizin St.-Augustinus-Krankenhaus), Chefarzt Dr. Thomas Heyer (Innere Medizin St.-Marien-Hospital) und Chefarzt Alexander Eisenkrein (Chirurgie St.-Augustinus -Krankenhaus) stellen Diagnostik, Therapie und operative Behandlung der Refluxerkrankung vor. Im Anschluss an die drei Vorträge beantworten die Mediziner gerne Fragen unserer Leser.

„Von 100 Menschen sind 15 von Reflux betroffen“, bilanziert Dr. Uwe Fander. Die Zahl steige kontinuierlich an. Symptome seien neben Sodbrennen und Aufstoßen auch eine belegte Stimme und Asthmaerscheinungen. Der erste Schritt sollte bei solchen Symptomen zum Hausarzt, der zweite Schritt zum Gastroenterologen führen, der sich mit Hilfe einer Magenspiegelung schnell über den Grad der Erkrankung Klarheit verschaffen könne. „Freiverkäufliche Magentabletten puffern nur die Säure. Sie wirken zwar schnell, helfen aber nicht der Schleimhaut der Speiseröhre“, rät Fander dazu, Sodbrennen und andere Symptome nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dauerhaft Abhilfe würden in vielen Fällen schon sogenannte Protonenpumpenhemmer schaffen, die die Produktion von Magensäure verringern.

Die Möglichkeiten der medikamentösen und endoskopischen Therapie stellt am 8. Juni Dr. Thomas Heyer vor. Wann eine Operation nötig ist und wie diese aussieht, erklärt Alexander Eisenkrein. Der Chirurg kann beispielsweise eine Manschette einsetzen, die wie ein künstlicher Schließmuskel wirkt und das Aufsteigen der Magensäure unterbinden kann. „Eine OP steht immer erst ganz am Ende“, fügt Uwe Fander hinzu. Einem Großteil der Patienten könne mit Säureblockern bereits geholfen werden.

Die Experten werden im Laufe der rund 90-minütigen Veranstaltung auch erklären, welche Rolle beispielsweise die Ernährung und starkes Übergewicht für eine Refluxerkrankung spielen und welche Möglichkeiten der Vorsorge es gibt.

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