Flugbetrieb des Eurofighters in den hohen Norden verlegt

Von: Stephan Vallata
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Generalleutnant Peter Schelzig (l.) setzte Oberst Ingo Gerhartz, Kommodore des Jagdbombergeschwaders „Boelcke”, über die Bündelung des Eurofighter-Flugbetriebs in Kenntnis. Foto: Vallata

Nörvenich. Generalleutnant Peter Schelzig nahm kein Blatt vor den Mund: „Am liebsten wäre mir natürlich, wir alle könnten an unseren Standorten unseren Dienst versehen.” Weil das aber in Ermangelung einer dafür notwendigen Stückzahl einsatzbereiter Eurofighter nicht funktioniert, hat der Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos der Bundeswehr bei seinem Besuch im Fliegerhorst Nörvenich eine andere Order ausgegeben.

Und die lautet: Zentralisierung. Ab März wird der Flugbetrieb für die Kampfflugzeuge zum überwiegenden Teil auf den Standort des Jagdgeschwaders 73 „Steinhoff” in Lage bei Rostock verlegt.

Alle verfügbaren personellen und materiellen Ressourcen der drei Eurofighter-Geschwader werden ab März voraussichtlich für ein Jahr gebündelt. Ziel sei es, die Ausbildung zu intensivieren und ausgebildete Piloten einsatzfähig zu halten, sagte Schelzig, der nicht nur das Personal des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke” unterrichtete, sondern auch das Gespräch mit Personalrat und Vertrauenspersonen suchte.

Für das Personal des Geschwaders bedeutet die Entscheidung, dass es in Kürze regelmäßig in Laage eingesetzt wird, um Flugstunden zu absolvieren und seine technische Expertise zu erhalten. Dafür stehen drei Transall-Maschinen zur Verfügung. Befehlshaber Schelzig rechnet mit einem Personalbedarf zwischen zehn und 30 Soldaten aus dem Fliegerhorst Nörvenich. Die beiden im Fliegerhorst stationierten Eurofighter sollen nicht verlegt werden.

Für die Anwohner in Nörvenich und Umgebung bedeutet die Entscheidung, dass es demnächst etwas weniger Fluglärm geben wird. Der Flugbetrieb des Tornados endet zum 30. Juni. Insgesamt 35 Eurofighter sollen nun sukzessive bis 2014 in Nörvenich stationiert werden. Derzeit besitzt die Luftwaffe 48 Maschinen.
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