Flüchtlingsunterkunft brennt: Ermittlungen

Von: kin
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Kreuzau-Boich. Im Kreuzauer Ortsteil Boich hat am Samstagabend die Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Förderschule an der Straße Auf dem Schildchen gebrannt.

Vier Asylbewerber wurden dabei durch Rauchgasvergiftungen leicht verletzt. Sie konnten vor Ort behandelt werden und mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Alle 40 Bewohner der Einrichtung mussten in die Flüchtlingsunterkunft nach Drove gebracht werden. Die Asylunterkunft in der Schule in Boich wurde von der Polizei gesperrt und ist im Augenblick nicht mehr bewohnbar. Ein 29-jähriger Bewohner soll Verursacher des Brandes sein.

Gegen 19.30 Uhr hatten Zeugen das Feuer in der ehemaligen Schule des Dorfes bemerkt und gleich die Feuerwehr benachrichtigt. „Als wir an den Einsatzort kamen“, sagte Reiner Waider, Leiter der Löschgruppe Boich, am Sonntag im Gespräch mit unserer Zeitung. „stand das komplette Gebäude in Flammen.“ Rund 60 Feuerwehrleute, ergänzte der Löschgruppenführer, seien im Einsatz gewesen. Außerdem seien mehrere Rettungswagen alarmiert worden. „Es ist uns relativ zeitnah gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen“, erklärte Reiner Waider. Weil man aber später noch einmal zum Nachlöschen hätte ausrücken müssen, habe der Einsatz insgesamt bis 1.30 Uhr gedauert.

Wie Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg mitteilte, gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass ein 29-jähriger Bewohner der Flüchtlingsunterkunft den Brand verursacht hat. Schützeberg: „Der Mann soll Gegenstände in seinem Zimmer in Brand gesetzt haben. Das Feuer hat dann ziemlich schnell auf weitere Gegenstände übergegriffen.“

Für die Staatsanwaltschaft, sagte Schützeberg, sei der Mann „dringend tatverdächtig“. „Wir haben beim zuständigen Amtsgericht in Düren Haftbefehl beantragt. Der 29-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.“ Um genauere Erkenntnisse zu bekommen, müsse man nun die Ergebnisse der Brandermittler abwarten.

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