Düren - Flüchtlinge ziehen ins Personalwohnheim der LVR-Klinik

Flüchtlinge ziehen ins Personalwohnheim der LVR-Klinik

Von: smb
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Um alle Flüchtlinge unterbringen zu können, will die Stadt Düren Zimmer auf dem Gelände der LVR-Klinik anmieten. Foto: Stephan Johnen

Düren. Um alle Flüchtlinge, die die Stadt an der Rur erreichen, auch unterbringen zu können, will die Stadt Zimmer auf dem Gelände der LVR-Klinik an der Meckerstraße anmieten.

„Der Klinikvorstand der LVR-Klinik möchte die Stadt bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik unterstützen und bietet zunächst fünf Zimmer im Personalwohnheim auf dem Klinikgelände zur Miete an“, heißt es in der Sitzungsvorlage für die Ratssitzung am Mittwochabend. Das Pflegeheim wird von Auszubildenden der Klinik genutzt, aber auch an Studenten vermietet.

Wie die Stadt mitteilt, befinden sich die Zimmer in einem guten Zustand. Sie sind etwa 15 Quadratmeter groß. Jeder Wohntrakt verfüge über Gemeinschaftssanitärräume getrennt für Damen und Herren sowie eine Gemeinschaftsküche. Diese könnten von den Flüchtlingen mitgenutzt werden.

Nach Ansicht der Verwaltung kann sollte immer nur eine Person in jedes Zimmer ziehen, alternativ könnten ein Erwachsener mit Kind dort unterkommen. Die Verwaltung achte bei der Auswahl der Flüchtlinge auf „ein angepasstes, situiertes Bewohnerverhalten“.

Der Klinikvorstand habe bereits in Aussicht gestellt, dass – sofern es keine Probleme gibt – weitere freiwerdende Zimmer angemietet werden könnten. Die Mietkosten würden sich auf 150 Euro pro Zimmer und Monat belaufen.

Allein im Januar und im Februar sind der Stadt 72 Flüchtlinge zugewiesen worden. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 30. Die Unterbringungskapazitäten der Stadt sind bereits erschöpft, so dass bereits Flüchtlinge in Hotels untergebracht werden. Die Stadt verweist darauf, dass weitere, bereits beschlossene Unterbringungsalternativen wie zum Beispiel in der Kita Willi Winzig sowie in einem ehemaligen Übergangswohnheim kurzfristig nicht umsetzbar seien. Um weiter Flüchtlinge im ehemaligen Hotel „Zum Nachtwächter“ unterzubringen, muss erst noch eine Brandschutztreppe gebaut werden.

Darüber hinaus will die Stadt fünf leerstehende bundeseigene Immobilien anmieten, in der weitere Asylbewerber untergebracht werden können.

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