Flüchtlinge: Andreas Isecke erstellt Aktionsplan

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Liesel Koschorreck begrüßt den Aktionsplan von Andreas Isecke.

Mariaweiler. Protest gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Lendersdorf, Versuch der schnellen Integration in Mariaweiler: Erst vor wenigen Tagen hat der Stadtrat beschlossen, das frühere Hotel „Mariaweiler Eck“ für fünf Jahre für Flüchtlinge anzumieten.

Daraufhin hat der Bezirksausschussvorsitzende Andreas Isecke (SPD) einen Aktionsplan erstellt, in den eigenen Reihen Mitstreiter gesucht und gefunden, aber auch bereits Dorfvereine angeschrieben und die Pfarrgemeinde kontaktiert. Die wahrscheinlich Anfang August ankommenden Flüchtlinge – die Rede ist von 20 bis 25 – sollen so schnell wie möglich ins dörfliche Leben integriert werden. „Der Fußballverein, die Bewohnerinitiative und der Kirchenvorstand sind bereit zu helfen“, freut sich Isecke.

Für die Umsetzung konkreter Projekte will er Mitte Juli eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, in der Bürger neben Politik und Verwaltung mitarbeiten sollen. „Es ist wichtig, die Anwohner von Beginn an miteinzubeziehen“, freut sich die SPD-Vorsitzende und Sozialausschussvorsitzende Liesel Koschorreck, dass ihr Parteifreund die Initiative im Ort ergriffen hat.

Negative Erfahrungen habe man in Mariaweiler mit Flüchtlingen bislang nicht gemacht, betont Isecke. Bis zum Frühjahr hatte die Stadt bereits Gästezimmer im „Mariaweiler Eck“ angemietet. Mittlerweile hat das Hotel einen neuen Besitzer gefunden. Der Umbau läuft auf Hochtouren.

Die Stadt wird die Bürger Mitte Juli schriftlich informieren und am 21. Juli einen Info-Abend im Bürgerhaus anbieten. Auch die umgestalteten Räume des künftigen Flüchtlingsheims sollen vor dem Einzug einmal vorgestellt werden, erklärt Isecke. „Wenn die Flüchtlinge ankommen, wollen wir sie begrüßen, ihnen dann aber zunächst die Chance geben, sich einzugewöhnen.“ Nach Möglichkeit will sich Isecke auch um ehrenamtliche Dolmetscher kümmern.

Zurück nach Lendersdorf: Liesel Koschorreck betont, dass die „Ampel“ trotz der anhaltenden Proteste am geplanten Wohnmodul-Standort an der Grundschule festhalten will und fordert, dass nun schnellstmöglich auch die Lendersdorfer Bürger von der Stadt informiert werden.

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