Finden Flüchtlinge künftig in der alten Schule eine Bleibe?

Von: smb
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Müddersheim. In der leerstehenden Schule in Müddersheim haben Flüchtlinge aus Albanien – eine vierköpfige Familie und ein volljähriger Cousin – eine Heimat auf Zeit gefunden. Nach Angaben der Verwaltung war die Schule die einzige in der Kürze umsetzbare Möglichkeit, um die Menschen unterzubringen.

Denn auch in Vettweiß wird die Lage schwieriger.

Allein in diesem Jahr wurden der Gemeinde 26 Personen zugewiesen, mit weiteren 55 wird gerechnet. Aktuell sind 80 Personen, darunter mehrere Familien mit Kindern, in angemieteten oder gemeindeeigenen Unterkünften untergebracht. Die Verwaltung bemüht sich, weiteren Wohnraum anzumieten, um eine dezentrale Unterbringung zu ermöglichen.

Darüber hinaus wird geklärt, inwiefern das Sportheim Froitzheim für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet ist. Aufgrund eines Wasserschadens bestehe dort jedoch „nicht unerheblicher“ Instandsetzungsbedarf. Außerdem könnte ein Haus in Kettenheim angemietet werden. Die Verwaltung will nun mit der Politik grundsätzlich diskutieren, wie die Wohnsituation von Asylbewerbern in Zukunft geregelt werden soll.

Vermarktung gescheitert

Sollen weitere Objekte angemietet werden oder soll das Schulgebäude in Müddersheim beziehungsweise Teile davon genutzt werden? Für die Schule spreche, dass es Eigentum der Gemeinde sei und somit nur Heiz- und Nebenkosten anfallen. Außerdem stünde es unmittelbar zur Verfügung, zumal bisher alle Versuche, das Gebäude zu vermarkten, scheiterten. Allerdings gelte es noch den Investitionsaufwand zu ermitteln, denn sofern die Schule genutzt würde, müssten Klassen und Sanitäranlagen umgebaut werden.

In ihrem Beschlussvorschlag für den Sozialausschuss schlägt die Verwaltung vor, die Schule zu nutzen, wenn andere Gebäude nicht zur Verfügung stehen. Der Ausschuss tagt am Montag, 1. Juni, um 18 Uhr im Rathaus.

Weil das Arbeitsaufkommen in der Verwaltung durch die erhöhte Zuweisung von Flüchtlingen gestiegen ist, wird das Personal in diesem Bereich um eine Teilzeitstelle aufgestockt. Damit soll auch in Zukunft eine gute und teilweise zeitintensive Betreuung gewährleistet werden. Neben Pflichtaufgaben wie Unterbringung und Leistungsansprüchen gehe es dort oftmals auch um das Zuhören und Beraten.

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