Filmreihe „Gute Reise!“ im Vossenacker Kloster

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Mit „Saint Jacques – Pilgern auf französisch“ beginnt am Montag die „Fasten-Filmreihe“ im Kloster Vossenack. Foto: Luna-Film

Vossenack. „Der Film ist nicht dafür geschaffen, von der Welt abzulenken, sondern auf die Welt hinzuweisen“ (Wim Wenders). An den Montagabenden der Fastenzeit will man im Kloster-Kultur-Keller in Vossenack mit ausgewählten Filmen dem eigenen Leben auf die Spur kommen.

Die „Fasten-Filmreihe“ steht unter dem Thema: „Gute Reise!“ Die Abende werden geprägt sein von einer kurzen Einführung, der Filmvorführung, einem kurzen Austausch danach und einem Gebet.

Die Filme stehen für sich. Es ist auch möglich, nur an einzelnen Abenden teilzunehmen. Der Eintritt ist frei, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Mit freundlicher Unterstützung der Medienzentrale der Erzbistum Köln.

Los geht es am Montag, 25. Februar, mit dem Film „Saint Jacques – Pilgern auf französisch“ (etwa 110 Minuten, ab 14 Jahre). Eine Gruppe, die sich zufällig findet, unternimmt aus unterschiedlichen Motiven heraus eine Pilgerreise nach Santiago de Compostella. Die warmherzige Geschichte unterhält auf sanft-sympathische Weise.

Am Montag, 4. März, geht es um „Lourdes“ (rund 90 Minuten, ab 14 Jahre). Auf einer Wallfahrt nach Lourdes geschieht das vermeintliche Wunder einer Heilung. In der Pilgergruppe ruft dies unterschiedliche Reaktionen aus. Am Schicksal der Hauptfigur entfaltet sich eine doppel-bödige, herausfordernde Reflexion über die „Zumutung“ des Glaubens angesichts von Leid und Unglück.

Am Montag, 11. März, folgt „Broken Silence“ (etwa 110 Minuten, ab 16 Jahre). Ein Schweizer Kartäusermönch beichtet einem katholischen Geistlichen in New York die Geschichte seiner Odyssee durch Indien: Auf dem Weg nach Indonesien, wo er die Besitzerin des Klosters aufsuchen soll, begegnete er einer jungen Afroamerikanerin, mit der ihn bald die gemeinsame Suche nach Klarheit und Ruhe verband. Ein erzähltechnisch wie inhaltlich außergewöhnlicher Film um kulturelle wie spirituelle Daseinserfahrungen, der zahlreiche geistige und weltliche (Existenz-)Fragen anspricht.

Am Montag, 18. März, endet die Reihe mit „Marias letzte Reise“ (90 Minuten, ab 16 Jahre). Eine unheilbar an Krebs erkrankte 71-jährige Frau verweigert sich einer weiteren Chemotherapie und beschließt, auf ihrem Anwesen am oberbayerischen Staffelsee zu sterben.

Zunächst geraten sie und ihre Pflegerin, eine erfahrene Krankenschwester, aneinander, doch bald wird ihre Beziehung von gegenseitigem Respekt bestimmt. Die Schwester lernt, den Willen der Kranken zu akzeptieren, sucht Rat bei einem Hospiz und hilft der Sterbenden, ihre Dinge zu regeln.

Es handelt sich um ein bewegendes (Fernseh-)Drama, das sich dem ernsten Thema respektvoll nähert und der traditionellen Verwahrmedizin alternative Modelle entgegenstellt. Über allem schwebt ein heiterer, lebenszugewandter Ton.

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