Düren - Filigranes Gezupfe und raue Gitarrenriffs im KOMM

Filigranes Gezupfe und raue Gitarrenriffs im KOMM

Von: David Sieben
Letzte Aktualisierung:
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Julian Reinartz, Sänger der Metal- und Rock-Band „Down in December“, begeisterte mit seiner Band die Zuhörer im KOMM. Foto: ds

Düren. Den Liebhabern von harter, deftiger Rock- und Metal-Musik sollte es an nichts fehlen. In Scharen strömten die Musikhungrigen zum akustischen „Abendmahl“ ins KOMM. Dass das „Kick my Ass Festival“ in die nächste Runde gehen konnte, ist der Band „Down in December“ zu verdanken. Diese waren nicht nur Teilnehmer, sondern auch Veranstalter des Abends.

Wegen des hohen Aufwands und der hohen Kosten vergingen aber fünf Jahre, bis die Band sich wieder daran wagte, ein neues Festival auf die Beine zu stellen. Doch die Mühen und das lange Warten sollten nicht vergebens sein. Auch dieses Mal warteten die Gastgeber mit einem starken Programm auf.

Fetziger Sound

Den Auftakt und dabei gleichzeitig ihr öffentliches Debüt lieferten „Maciste“ und machten dabei trotz einiger technischer Schwierigkeiten eine gute Figur. Danach heizten „Mono“ der Menge mit fetzigen Gitarrensounds ein. Dabei wusste die Gruppe um die starke Sängerin Sina vor allem mit einer starken Bühnenpräsenz zu überzeugen. Auch „No Fear The Enemy“ sind schon längst kein unbeschriebenes Blatt und luden mit deutschen und englischen Rocksongs mit Ohrwurm-Charakter zum Mitsingen ein.

Kraftvoller Gesang

Feinsten Melodic Death Metal kredenzten „Divided in Spheres“ mit einem markanten und kraftvollen Gesang und einem nicht minder charismatischen Sänger. Mit dem brachialen blitzschnellen Gitarrenspiel und einem durchdringenden hämmernden Schlagzeug bildet diese Mischung den unverkennbaren Sound, der nicht nur den Nerv der Dürener Metal-Musik Freunde trifft. Auch wenn „Devided in Spheres“ vor kurzem erst ihr Debutalbum veröffentlicht haben, so verkaufen sie doch bereits erste CDs im fernen Osaka in Japan und haben zu einem Lied aus ihrem Album bereits ein kleines Video produziert.

Den krönenden Abschluss des Festivals bestritten „Down in December“ selbst. Diese bereichern die Dürener Metal- und Rock-Szene nun schon seit einigen Jahren mit ihrem Schaffen. In den vielen Jahren ihrer musikalischen Karriere hat die Band sich immer wieder neu erfunden und dabei stets ihren eigenen Stil erweitert und geschliffen. Mit teils dreistimmigen Gesang und raffinierten Wechseln zwischen filigranem Gezupfe und rauen energische Gitarrenriffs verbreiteten die fünf Herren wieder unermüdlich Stimmung im Publikum. Dabei suchten sie oft den Kontakt zum Publikum, und ihr Frontmann Julian Reinartz begab sich zwischenzeitlich sogar zwischen die Zuschauer. Neben Klassikern wie der balladig angehauchten Metal-Hymne „Mouth of a Gun“ spielten sie auch neue bisher ungehörtes Song Material. Zum Abschluss durften die Zuhörer dann selbst aus zwei Covern wählen und entschieden sich für „My Generation“ von der Band Limp Bizkit. Auch der Stilwandel zum teils gerappten amerikanischen Nu-Metal gelang exzellent, was nicht zuletzt der äußerst vielfältig virtuosen Stimme des Sängers Julian Reinartz geschuldet war.

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