Feuerwerk zum neuen Jahr will vorbereitet sein

Von: Sonja Essers
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Wer einen guten Start in das neue Jahr erleben möchte, sollte beim Zünden von Feuerwerkskörpern vorsichtig sein und die Tipps von Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar beachten. Foto: Arno Burgi/dpa
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Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar weiß, wie gefährlich das Silvesterfeuerwerk sein kann und hat einige Tipps parat. Foto: Sonja Essers

Düren. Bald ist es soweit: Der Jahreswechsel steht an. Natürlich dürfen Feuerwerkskörper da nicht fehlen. Doch so schön das bunte Lichterspiel in der Silvesternacht ist, es birgt auch Gefahren. Das weiß Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar. „Jahr für Jahr wird das Silvesterspektakel von Unfällen und Bränden überschattet“, sagt er. Er gibt Tipps, worauf man beim Zünden achten muss und wie man sich im Notfall richtig verhält.

Die Folgen von Unachtsamkeit und Leichtsinn können gravierend sein: Schwerstverletzte mit schlimmen Brandverletzungen oder sogar Amputationsverletzungen müssen in den Notaufnahmen behandelt werden. Oft komme es zudem bei Bränden zu Sachschäden in Millionenhöhe. Die Gründe hierfür sind meist ein falscher Umgang mit Feuerwerkskörpern, häufig auch unter Einfluss von Alkohol.

Bereits vor dem Silvesterabend gibt es einiges zu beachten. Die Raketen sollten beispielsweise sicher vor Kindern aufbewahrt werden, damit die Kleinen nicht in Versuchung kommen Feuerwerkskörper zu zünden. Doch nicht nur der Nachwuchs sollte damit nicht in Berührung kommen. Haustiere sollten zum Schutz vor Schrecksituationen in der Silvesternacht in der Wohnung oder im Haus bleiben.

Diese Meinung teilt auch Jürgen Plinz, erster stellvertretender Vorsitzender des Tierschutzvereins für den Kreis Düren. „Einzelne Böller sind oft viel schlimmer als ein großes Feuerwerk“, sagt er. Wer Tiere hat, sollte in deren Nähe bleiben und den Fernseher anschalten. Dann seien sie abgelenkt und würden die Silvesterböller nicht mehr richtig wahrnehmen.

Doch auch Menschen, die keine Tiere halten, sollten Fenster und Türen sowie Lüftungsschächte geschlossen halten, damit es nicht zum Brand kommen kann. Eismar meint: „Entfernen Sie Gegenstände von Balkonen oder Terrassen, die von Raketen leicht in Brand gesetzt werden können.“ Auch die Ansammlung von Sperrmüll sollte vermieden werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass keine Feuerwehrzufahrten von Autos zugeparkt sind.

Bevor die Feuerwerkskörper gezündet werden, sollte die Gebrauchsanleitung gelesen werden. Selbst gebastelte Böller und Feuerwerk, dessen Herkunft nicht bekannt sind, sollten nicht gezündet werden. „Achten Sie darauf, dass die Feuerwerkskörper nach DIN hergestellt wurden. Sie müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen sein“, sagt Eismar. Die BAM teilt Feuerwerkskörper in zwei Klassen ein. Sobald sie mit der Klasse „PII“ gekennzeichnet sind, dürfen sie ausschließlich an Silvester und von Personen über 18 Jahren gezündet werden.

Silvesterraketen sollten niemals in der Nähe von Gebäuden mit brennbaren Außenwänden oder in der Nähe von leicht entzündbarem Material gezündet werden. Was viele nicht wissen: „Das Knallen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altenheimen ist nicht erlaubt“, sagt Eismar. Wer Raketen zünden möchte, sollte sie in eine standsichere Falsche oder in ein Rohr, das senkrecht nach oben zeigt, stellen. Die Flugbahn sollte niemals auf Menschen oder Tiere gerichtet sein. Nach dem Anzünden sollte man schnell einen ausreichenden Sicherheitsabstand einnehmen.

Spätzünder

Raketen, die nicht explodiert sind, dürfen nicht sofort aufgehoben werden, da es sich um so genannte Spätzünder handeln könnte. „Behalten Sie die Rakete rund 30 Minuten im Auge und machen Sie sie danach unbrauchbar, indem sie die Rakete in einen Eimer mit Wasser werfen“, sagt Eismar.

Bei dem Feuerwerksspektakel sollte man auch nicht vergessen, dass die so genannte Abbrennzeit eingehalten werden muss. Diese beginnt am 31. Dezember um 18 Uhr und endet am 1. Januar um 1 Uhr. Wer sich daran nicht hält, muss mit saftigen Strafen rechnen.

Sollte trotz Sicherheitsvorkehrungen ein Brand entstehen, ist es wichtig, sofort über Telefon 112 die Feuerwehr zu informieren. „Melden Sie, wo Sie das Feuer bemerkt haben, was brennt, ob es Verletzte gibt und geben Sie Ihren Namen an“, sagt Eismar. Außerdem sollten Türen und Fenster geschlossen werden, damit sich der Brand nicht so schnell ausbreiten kann. Löschversuche dürften nur unternommen werden, wenn dabei niemand verletzt werden kann. Wichtig sei, dass alle Personen das Gebäude verlassen. Wenn diese Tipps beachtet werden, stehe einem guten Start ins neue Jahr nichts mehr im Weg, meint Eismar.

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