Langerwehe - Feuerwehrübung: „Die ersten Minuten sind die wichtigsten”

Feuerwehrübung: „Die ersten Minuten sind die wichtigsten”

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Probten Hand in Hand für den
Probten Hand in Hand für den Ernstfall: Die Löschgruppe der Feuerwehr Langerwehe, das Deutsche Rote Kreuz und die DLRG.

Langerwehe. Schwerer Verkehrsunfall, drei Verletzte, dringend Hilfe erforderlich! Das war die Meldung eines unbeteiligten Beobachters an die Rettungsleitstelle - wenn auch nur als Bestandteil eines äußerst realistischen Übungsszenarios.

Mindestens ein Mal im Jahr trainiert die Löschgruppe Langerwehe der Freiwilligen Feuerwehr einen ganzen Tag dieses Unfallbild, diesmal mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). 18 Feuerwehrleute, vier Rettungsassistenten und sieben Wasserretter, die Unfallopfer darstellten, waren an diesem Tag im Einsatz.

Die realistischen Unfalldarstellungen mit jeweils drei professionell geschminkten Verletzten führten die Retter deutlich an ihre Grenzen. Eine eingeklemmte, unter Schock stehende und ständig zu beruhigende Fahrerin mit ihrem bewusstlosen Sohn, der neben einer Kopfverletzung mit Glassplittern eine offene Arterienverletzung am Handgelenk erlitten hatte, bedurften genauso schnell der Hilfe, wie der ebenfalls am Kopf verletzte Fahrer eines zweiten Wagens.

„Die ersten zehn Minuten sind die wichtigsten und dienen der Erstversorgung der Verletzten”, erläuterte Rüdiger Heimbüchel, Organisator dieser Übungseinheiten der Löschgruppe Langerwehe. Anschließend geht es an die Rettung. Mithilfe technischer Geräte wie Spreizer und Schere werden Autotüren und Autodach entfernt, um etwa die Fahrerin ohne die Gefahr einer Wirbelsäulenverletzung aus dem Auto heben zu können.

„Nur die reibungslose Koordination der Rettungskräfte gewährleistet ein zügiges Ineinandergreifen der einzelnen Rettungsschritte. Die Betreuung der Verletzten und die technische Rettung erfolgen parallel”, sagt die Leiterin des Mimenteams der DLRG. Dies mit simulierenden Verletzten zu üben, mache die Schwierigkeit dieser Übung aus. Regelmäßig werden bei der DLRG die Darsteller dieses Teams aufwendig mit viel Farbe geschminkt, in Verletzte verwandelt und bei Übungen des Wasserrettungsdienstes eingesetzt.

Fazit der gemeinsamen Veranstaltung: Eine technische Rettung mit „richtigen Unfallopfern” - statt mit Dummies - war eine wesentliche Bereicherung für die Langerweher Feuerwehr. Auch die Betreuung der Unfallopfer ist, neben der Befreiung und der Versorgung der Verletzungen, nicht zu vernachlässigen.

Selbst die an diesem Tag eigentlich eher passiven Mimen der DLRG konnten feststellen, dass die situationsbezogenen Erfahrungen, die man als Unfallopfer gemacht hat, zukünftig auch helfen, wenn man als potenzieller Ersthelfer in der Wasserrettung tätig werden muss.
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